Finanzsystem | 20.06.2017 (editiert am 22.06.2017)

Zentralbanken und Devisenmärkte

Bei festen, aber auch bei flexiblen Wechselkursen gab es in der Vergangenheit immer wieder Finanzkrisen. Zentralbanken können diesbezüglich eine stabilisierende Rolle spielen – sie können jedoch auch den eigenen Exportsektor zum Schaden Dritter fördern.

Eine Zentralbank kann die eigene Währung beliebig schwächen, aber nicht stärken

Um den Preis der eigenen Währung zu schwächen, kauft eine Zentralbank ausländische Devisen mit ihrer eigenen Währung. Diese Intervention ist technisch unbegrenzt möglich, da die Zentralbank Geld in ihrer eigenen Währung beliebig „produzieren kann.

Die Schweizer Nationalbank beispielsweise hat seit 2009 hunderte Milliarden Euro und Dollar gekauft, um eine noch stärkere Aufwertung des Schweizer Franken zu verhindern. Hierbei druckt die Schweizer Nationalbank keine Banknoten im wahrsten Sinne des Wortes, sondern produziert Zentralbankgeld, indem dem Konto der Gegenpartei (welche ein Konto bei der Zentralbank hat) eine bestimmte Summe gutgeschrieben wird. Die Gegenpartei verkauft im Gegenzug mit einer spiegelbildlichen Buchung US Dollar oder Euro.

Die unten stehende Grafik[1] zeigt die Zahlungsbilanz der Schweiz bestehend aus Leistungs- und Kapitalbilanz. Ähnlich wie Deutschland, hat die Schweiz einen Leistungsbilanzüberschuss (blauer Balken), was bedeutet, dass die Einnahmen aus dem Handel von Gütern und Dienstleistungen, sowie Einnahmen aus Auslandsinvestitionen, größer sind als die jeweiligen Ausgaben. [...]

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