Wissenschaft | 14.07.2017 (editiert am 17.07.2017)

Wie viele deutsche Ökonomen irren

130 deutsche Professoren irren systematisch. Das liegt daran, dass sie selbst die Grundbegriffe ökonomischen wissenschaftlichen Arbeitens nicht beherrschen.

130 Professoren der Volkswirtschaftslehre, wenn das kein Gewicht hat! 130 deutsche Professoren lassen sich vom ifo-Institut zu aktuellen Themen befragen und sie lassen zu, dass die Ergebnisse einer solchen Umfrage in der Öffentlichkeit in einem unmittelbar politischen Zusammenhang verbreitet werden.

Aus der FAZ erfahren wir, dass die jüngsten Ergebnisse einer Umfrage über die „Reformpläne“ von Martin Schulz bestätigen, dass die „Wirtschaftswissenschaft die Liberalisierung des Arbeitsmarktes durch die Regierung Schröder wertschätze“. Gerhard Schröders Agenda 2010 werde reichlich Respekt gezollt, der Einführung des Mindestlohnes aber keineswegs“ (hier der Artikel des FAZ).

Das ist natürlich nicht überraschend. Wir wussten ja, dass die übergroße Mehrheit der deutschen Ökonomen der Neoklassik und damit politischenMaßnahmen huldigt, die dem Modell des neoklassischen Arbeitsmarktes entsprechen. Dass man aber so offen zeigt, dass man den Mindestanforderungen nicht nachkommt, die an ein Fach zu stellen sind, das sich Wissenschaft nennt, ist dann doch überraschend.

Agenda und Beschäftigungserfolg?

Ich habe es selbst oft erlebt, dass deutsche Professoren an deutschen Universitäten nicht in der Lage (oder, noch viel schlimmer für Wissenschaftler, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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