Arbeit | 22.08.2017

Weg ins Reich der Freiheit?

Progressive Befürworter eines BGE sehen sich als Speerspitze eines emanzipatorischen Projekts – und befördern die Realisierung einer sozialen Welt, die ihren hochfliegenden Träumen diametral entgegengesetzt ist.

In meinem Artikel „Ein BGE wird kommen“ habe ich, so lautete die Kritik einiger Leser, die Konzepte der progressiven Befürworter für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) nicht ausreichend gewürdigt und mit Plänen Neoliberaler zur Abschaffung des Sozialstaats unzulässig vermengt.

Ganz in diesem Sinne wird in einer Broschüre der „Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE“ festgehalten:

„Nicht überall wo Grundeinkommen drauf steht, ist auch Grundeinkommen drin“ (S.10)

Ein Konzept, das diesen Namen verdient, zeichnet sich nach Meinung der Verfasser dieser Broschüre insbesondere dadurch aus, dass

„der Zwang der Lohnabhängigen, ihre Arbeitskraft auf dem sogenannten Arbeitsmarkt zu fast jedem Preis zu verkaufen, entfällt“ (S.29).

Mit dem BGE soll nicht weniger, so führt Michael Hirsch aus, als ein großer Schritt zur „politischen Befreiung von der Diktatur der Lohnarbeit“ (S. 50) gemacht werden.

Die Befreiung der Widerspenstigen

Ein erstes Problem mit dieser Befreiungsagenda besteht schon einmal darin, dass die meisten Menschen gar nicht von Lohnarbeit befreit werden wollen. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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