Arbeit | 22.08.2017

Das volle Potential ausschöpfen

Jetzt hat es auch die OECD gemerkt: Das verlangsamte Produktivitätswachstum und die steigende Ungleichheit hängen zusammen. Warum? Die OECD hat eine Idee. Adair Turner hat eine bessere.

Vor wenigen Wochen haben ich hier die These vertreten, dass die trotz der „vierten industrielle Revolution“ stagnierende Produktivität daher kommt, dass die freigesetzten Arbeitskräfte überwiegend Produkte und Dienstleistungen herstellen, für die niemand einen vernünftigen Preis bezahlt, womit die entsprechende Arbeit – per Definition – unproduktiv ist. Denn Produktivität wird letztlich daran gemessen, wie viel der Markt für eine Arbeitsstunden-Leistung bezahlt.

Die Erklärung der OECD

Inzwischen hat sich auch die OECD in einer neuen Studie unter dem Titel „The Productivity-Inclusivness Nexus“ (fast) mit dem gleiche Thema auseinandergesetzt:

«In vielen OECD-Ländern hat das Produktivitätswachstum in den letzten Jahren nachgelassen, zudem ist die Ungleichheit gestiegen und die Beschäftigungsqualität gesunken.“ Und weiter:  Der „Productivity-Inclusiveness Nexus“ untersucht den Zusammenhang zwischen dem verlangsamten Produktivitätswachstum und dem Anstieg von Ungleichheit in Bezug auf Einkommen, Wohlstand, Wohlbefinden und Chancengerechtigkeit.»

Der Bericht dokumentiert, dass die Einkommensungleichheit in praktisch allen OECD-Ländern (mit Ausnahme von Frankreich, Holland und Belgien) von ca. 1990 bis 2013 stark zugenommen hat, [...]

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