Genial daneben | 29.08.2017

Den Liebestest vermasselt

Die Mehrheitsweisen haben einen Test entwickelt. Der versetzt uns in die Lage, zweifelsfrei ökonomische Profis von Laien und Scharlatanen zu unterscheiden.

Peter Bofinger wurde in der FAS vom 20.8. von seinen vier Kollegen im Sachverständigenrat („Fünf Weise“) endlich als ökonomischer Laie entlarvt. Enttarnt wurde Bofinger, der sich bekanntlich landauf landab als Ökonom ausgibt, so hatte unser SVR-Korrespondent Heiner Flassbeck schon berichtet, durch die Anwendung eines ganz neuen ökonomischen Testverfahrens. Dieser erlaubt es, ökonomische Laien und Profis streng wissenschaftlich voneinander zu unterscheiden.

Die gesamte Theorie beruht, ganz effizient, auf einem selbstevidenten Axiom:

«Laien verwechseln häufig die Liebe von Ökonomen zum Markt mit einer Liebe zu einzelnen Marktakteuren. Einem Profi sollte das nicht passieren.»

Nur wer den Markt liebt, ist ein ökonomischer Profi und alle die den Markt nicht lieben, sind ökonomische Laien. Daher ereilt weltweit meist auch nur Marktliebhaber der Ruf einer ökonomischen Fakultät. Scharlatanen hingegen, die zu solchen Gefühlen gegenüber dem Markt nicht fähig sind, wird der Zutritt zum ökonomischen Liebestempel meist verweigert.

Betrachten wir uns zunächst a) den Hintergrund und die theoretische Basis des ökonomischen Liebestests („ÖLT“), b) bestaunen, mit welchem Scharfsinn die Mehrheitsweisen Bofinger mithilfe der ÖLT als Scharlatan enttarnten, [...]

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