Ökologie | 29.08.2017 (editiert am 04.09.2017)

Der Traum vom nachhaltigen Fliegen

Sommerzeit ist Reisezeit. Menschen, die Bio-Lebensmittel kaufen, grün wählen und sich für besonders nachhaltig halten, steigen in Flugzeuge und reisen nach Thailand, New York oder auf die Balearen. Wie passt das zusammen?

Die Grünen-nahe Böll-Stiftung schreibt, „der Traum vom Fliegen“ sei „ohne Zweifel eine der härtesten „Nüsse“ in der Klima- und Nachhaltigkeitspolitik“. Recht hat sie.

Denn dutzende Tonnen vom Erdboden zu heben und sie dann mit weit mehr als 500 km/h durch die Lüfte zu bewegen, verbraucht immense Mengen an Treibstoff und verursacht einen hohen CO2-Ausstoß. Ein Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Teneriffa bspw. verursacht ca. 1450kg CO2. Und von Berlin nach New York kommt man schon auf ca. 2,5 Tonnen.

Vergleicht man das mit dem sogenannten „klimaverträglichen Jahresbudget“, das jeder Mensch noch verursachen darf, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels in verträglichen Grenzen zu halten, wird deutlich, dass ein Urlaubsflug kaum nachhaltig sein kann.

Weltweit trägt der Flugverkehr schon heute 5% zum Treibhauseffekt bei. In Deutschland sind es sogar schon 8%. Und dabei wird es nicht bleiben. Der Passagierverkehr verzeichnet ein jährliches Wachstum von 5% – hauptsächlich zwar in Asien, aber das ist dem Weltklima reichlich egal. [...]

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