Konjunktur | 10.08.2017

Im Westen nichts Neues – Oder doch?

Leichte Konjunkturbelebung ja, eine markante Verbesserung der US-Wirtschaftsentwicklung, nein. Die wurde zwar von der Trump-Regierung versprochen, doch was bleibt, ist Unsicherheit – weil Chancen nicht genutzt werden.

Laut der am Ende letzter Woche vom Bureau of Economic Analysis (BEA) veröffentlichten ersten Schätzung der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wuchs Amerikas Wirtschaft im zweiten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorquartal mit einer Jahresrate von 2,6 Prozent. Nach (revidierten) 1,2 Prozent Wachstum im ersten Quartal bewegt sich Amerikas Wirtschaft damit weiterhin auf dem seit der Krise und Großen Rezession etablierten Wachstumspfad von rund 2 Prozent im Jahr.

Manche Beobachter hoffen weiterhin auf eine Wachstumsbeschleunigung, angeregt durch die (vermeintliche?) „pro growth“ wirtschaftspolitische Agenda Donald Trumps. Andere Beobachter machen dagegen zunehmend Risiken für die Konjunktur und Finanzmärkte aus. In der Tat scheint sich die Balance zwischen Chancen und Risiken eher einzutrüben. Die Unsicherheit bleibt im Zeichen Donald Trumps außergewöhnlich hoch.

Wachstumsbeiträge unterschiedlicher BIP-Komponenten

Getragen wurde das Wachstum im zweiten Quartal wie gewöhnlich vom privaten Konsum, der rund 70 Prozent des US-BIP ausmacht. Nach einer spürbaren Verlangsamung im ersten Quartal wuchs der private Konsum zuletzt zum Vorquartal wieder mit einer Jahresrate von 2,8 Prozent. Die Ausgaben für dauerhafte Konsumgüter, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden