Bild: istock.com/Daniel J. Quinn
Finanzsystem | 15.09.2017 (editiert am 21.09.2017)

Die kalten Füße der Zentralbanker

Den Krisenmodus aufrecht erhalten oder die Normalisierung der Geldpolitik betreiben? Das klingt wie eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera oder zwischen Scylla und Charybdis.

Im ersten Beitrag zum diesjährigen Jackson Hole Zentralbanker Symposium habe ich die dort explizit diskutierten Themen behandelt. Die Zentralbanker sorgen sich demnach um die Dynamik der Weltwirtschaft. Die reduzierte Dynamik seit der Krise und die verbleibenden Instabilitäten und Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft bilden den Hintergrund – und Hinderungsgrund – für die von ihnen angestrebte Normalisierung der Geldpolitik.

Ihre eigentliche Sorge gilt ohne Frage der Geldpolitik selbst. Die Zentralbanker scheinen kalte Füße zu haben. Einerseits gibt es Besorgnis darüber, dass man den herrschenden Krisenmodus der Geldpolitik nicht zu lange oder gar unbegrenzt aufrechterhalten sollte. Daraus könnten vielleicht wieder neue Instabilitäten erwachsen. Nicht wenige Beobachter meinen, das sei bereits geschehen. Andererseits gibt es aber auch Befürchtungen, dass die angestrebte Normalisierung der Geldpolitik selbst zum Auslöser neuer Finanzmarktunruhen oder gar einer neuen Wirtschaftskrise werden könnte.

Das klingt wie eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera oder zwischen Scylla und Charybdis. Wie also stehen die Chancen für einen guten Ausgang, für eine reibungslose Rückkehr zur geldpolitischen Normalität? Und was genau sind dabei die wichtigsten Herausforderungen? [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button. Alle Abonnements beginnen ganz unverbindlich und sofort kündbar mit einer zweiwöchigen Testphase.

Testen Sie Makroskop

Anmelden