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Eurozone | 05.09.2017 (editiert am 06.09.2017)

Konjunktur und Divergenz

Die Wirtschaft der Eurozone befindet sich derzeit in einem flachen Aufschwung. Am Auseinanderdriften der Währungsunion wird das allerdings wenig ändern.

Die Konjunkturdaten der Euroländer zeigen, wie wir in unseren Konjunkturberichten belegt haben, nach oben. Spanien wird in einigen Zeitungen als Wachstumslokomotive gefeiert, auch Portugal wächst und selbst für Griechenland gibt es positive Zahlen. In den Nordländern sehen wir ebenfalls moderate Wachstumsraten.

Hat die Eurozone ihre Krise überwunden? Wenn überhaupt, dann höchstens aus einer kurzfristig-konjunkturellen Perspektive. Interessanter als dieser konjunkturelle Blickwinkel ist allerdings die Frage, wie sich Europa in den vergangenen zehn Jahren grundlegend verändert hat: Gibt es eine Veränderung hin zu einer stabileren, tragfähigen ökonomischen Basis für die Eurozone – oder gab es eher eine Erosion der Wirtschafts- und Währungsunion?

Bei der Einführung des Euro wurde eine ökonomische und soziale Annäherung der Eurostaaten, also eine Konvergenz versprochen. Dieses Zusammenwachsen wäre auch dringend notwendig für das langfristige Funktionieren einer Wirtschaftsunion. Das Gegenteil, also ein Auseinanderfallen in reiche und arme Länder und Regionen, würde der EWU auf die Dauer schwer schaden, sie möglicherweise sogar sprengen.

Kennzahlen der Divergenz

Aber schon die Betrachtung einiger weniger Kennzahlen ergibt: Genau diese Divergenzentwicklung hat sich in den letzten zehn Jahren durchgesetzt. [...]

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