Kommentar | 11.09.2017

Sind Leistungsbilanzdefizite ein Segen?

Leistungsbilanzdefizite seien kein Problem, sondern gar ein Segen, so der MMT Proponent Warren Mosler. Eine Widerrede.

Die Problematik von Leistungsbilanzungleichgewichten zu diskutieren, gehört zum Markenzeichen von Makroskop. Richtig allerdings ist, dass, wie einer unserer Leser kritisch anmerkte, der Tenor der meisten unserer Beiträge ist, dass Überschüsse besser sind als Defizite. Denn Defizite führten auf Dauer zu einem sinkenden BIP und einem damit einhergehenden Anstieg der Arbeitslosigkeit. Donald Trump und seinen Beratern sei daher zuzustimmen, wenn sie die amerikanischen Leistungsbilanzdefizite problematisieren und manche Überschussländer beschuldigen, die ungeschriebenen Gesetze eines für alle Seiten gedeihlichen grenzüberschreitenden Handels zu verletzen (hier).

Warren Mosler, einer der Väter der sogenannten Modern Money Theory (MMT), vertritt dagegen die Meinung, dass sich auch an diesem Beispiel zeige, dass der amerikanische Präsident in einer Parallelwelt lebe. In einem Facebook-Beitrag hat er diese Meinung wie folgt begründet:

„There is something very wrong with their underlying logic that leads to this type of costly Presidential blunder. Yes, when we buy imports jobs are lost, just as when we replace workers with machines, including lawn mowers, vacuum cleaners, and power washers, jobs are lost. And yet somehow we’ve survived all that.

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