Weltwirtschaft | 08.09.2017

Zentralbanker sorgen sich

Die anvisierte Normalisierung der Geldpolitik ist in Jackson Hole zwar nicht explizit besprochen worden. Ihr Schatten bildete aber den alle Themen verbindenden Hintergrund.

Auch in diesem Jahr lud die Federal Reserve Bank von Kansas City wieder zu ihrem traditionell im Spätsommer stattfindenden wirtschaftspolitischen Symposium von Jackson Hole ein. Das Thema in diesem Jahr lautete: „Fostering a dynamic global economy“. Auserwählte wirtschaftspolitische Prominenz aus den USA und dem Ausland traf sich in der fernen Wildnis des US-Bundesstaates Wyoming, um sich über die Förderung der Dynamik der Weltwirtschaft auszutauschen.

Sowohl die Federal Reserve Vorsitzende Janet Yellen als auch EZB-Präsident Mario Draghi standen auf der Rednerliste. Unter den Gästen war auch der Governeur der Bank of Japan Haruhiko Karuda. Hochkarätiger kann es in der Welt der Zentralbanker also kaum zugehen, wenngleich aus China in diesem Jahr kein Vertreter dabei war. (Ob das vielleicht mit den mittlerweile zunehmend strapazierten Beziehungen zwischen der Trump Administration und China zu tun hat, darüber lässt sich spekulieren.) Unter den weiteren am Jahressymposium teilnehmenden Zentralbankern war jedenfalls auch der Präsident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann.

Für die mächtigsten Zentralbanker dieser Welt steht in näherer Zukunft einiges auf dem Spiel. Wegweisende geldpolitische Entscheidungen werden im Herbst insbesondere von der Federal Reserve und der EZB erwartet. [...]

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