istock/com/Lefteris
Genial daneben | 30.10.2017 (editiert am 01.11.2017)

Die Grünen trotzen den Schuldensirenen

Der Begriff „Neoliberalismus“ bezeichnet ein hegemoniales, politisch handlungswirksames Ideengebäude. Dass es in Verbindung mit einem Rest an Realitätssinn zu grotesken intellektuellen Verrenkungen führt, zeigt sich gegenwärtig bei den Grünen.

Die Botschaft des Neoliberalismus ist einfach genug: Eine gesellschaftliche Organisation über den Markt verbürgt ein Höchstmaß an persönlicher Freiheit und vor allem an Effizienz. Über den Markt vermittelte Beziehungen zwischen Menschen beruhen einerseits auf freien Entscheidungen von selbstbestimmten Individuen und eine so zustande gekommene Kooperation der Menschen gewährleistet, dass jeder Mensch sich so gut stellt, wie das ohne eine anderen schlechter zu stellen, überhaupt nur möglich ist.

Markt und Staat

Dem Staat wird von Neoliberalen die Aufgabe zugewiesen, die notwendigen Institutionen einer Marktwirtschaftsordnung zu etablieren und aufrecht zu erhalten, so dass es der unsichtbaren Hand erlaubt wird, ihren Job zu erledigen. Der Neoliberalismus, so schrieb Alexander Rüstow 1954, unterscheidet sich vom alten Laissez-Faire-Liberalismus dadurch, dass er „einem starken und unabhängigen Staat (…) die grundlegende Aufgabe der Markpolizei, der Sicherung der Wirtschaftsfreiheit und ihrer Leistungskonkurrenz zuweist.“. Gefährlich wird es, wenn der Staat mehr sein will und sich anmaßt, in das über Marktpreise sich selbst steuernde System zu intervenieren, sei das nun mit guten oder weniger guten Absichten. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Abonnieren

Anmelden