Theorie | 18.10.2017

Wie lässt sich Arbeitslosigkeit erklären?

Das Auftreten von unfreiwilliger Arbeitslosigkeit kann mit den heute gängigen Ansätzen weder erklärt noch verhindert werden. Eine gesamtwirtschaftliche Ursachenanalyse führt nicht nur zu anderen Erkenntnissen, sondern weist auch auf eine grundsätzliche Lösung.

Unfreiwillige Arbeitslosigkeit ist ein bemerkenswertes gesellschaftliches Phänomen. Die Betroffenen wollen Sie nicht, die Politik versucht, sie zu bekämpfen und dennoch tritt sie auf. Sie ist ökonomisch ineffizient und reduziert den gesellschaftlichen Wohlstand.

Und das, obwohl Arbeitmöglichkeiten doch alles andere als knapp sind. Sei es in der Privatwirtschaft, bei der Erhaltung und Herstellung öffentlicher Güter, sozialen Dienstleistungen oder innovativen Tätigkeiten – denkbare Alternativen zum unfreiwilligen Nichtstun sind reichlich vorhanden. Dennoch bricht die Arbeitslosigkeit immer wieder geradezu schicksalhaft über kapitalistisch organisierte Gesellschaften herein.

Grund für die scheinbare Machtlosigkeit von Politik und Gesellschaft, Arbeitslosigkeit zu verhindern, sind falsche Vorstellungen über die Ursachen und daraus resultierende, falsche Gegenmaßnahmen. So passiert es, dass die Infrastruktur verfällt, während gleichzeitig Bauunternehmen wegen Auftragsmangel Arbeiter entlassen müssen. Ein Zustand, der genauso absurd ist wie eine sinkende Konsumgüterproduktion aufgrund einer Immobilienkrise. Geschieht dies dennoch, liegt der Fehler im System bzw. beruht auf fehlerhaften politischen Reaktionen auf solche Krisen.

Tatsächlich wäre es wirtschaftspolitisch problemlos möglich, den ineffizienten Marktversagenstatbestand „Arbeitslosigkeit“ in den meisten Fällen zu unterbinden, [...]

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