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Konjunktur | 22.11.2017 (editiert am 23.11.2017)

Die deutsche und europäische Konjunktur im Frühherbst 2017 – 3

Die europäische Baukonjunktur blieb im September schwach, der Einzelhandel lief aber nicht schlecht. Bei schwacher Einkommensentwicklung ist ein wirklich kräftiger Aufschwung nicht möglich. Die europäische Wirtschaftspolitik versagt weiterhin und die Warnungen vor einer Überhitzung in Deutschland sind verantwortungslos.

Auch in diesem Herbst hat sich die Bauproduktion in Europa nicht erholt (Abbildung 1). Ohne die statistische Zacke in Deutschland zu Beginn des Jahres ist damit auch im vierten Jahr der Nullzinspolitik die Bauproduktion nicht gestiegen. Frankreich und Italien haben sich seit 2013 nicht nach oben bewegt. Auch in Deutschland wäre das Niveau ohne statische Anpassungen nicht höher als 2014.

Abbildung 1

Auch Südeuropa, wo sich durch die vorübergehende Abwertung des Euro die Industrie ein wenig erholt hat, bleibt bei der Bauwirtschaft auf extrem niedrigem Niveau (Abbildung 2). Das gilt für Spanien und Portugal ebenso wie für Italien.

Abbildung 2

Auch in Osteuropa hat die Niedrigzinspolitik nicht das Ergebnis erbracht, das viele erwartet hatten (Abbildung 3). Nur in Ungarn gab es einen Aufschwung am Bau, aber auch mit diesem Aufschwung hat das Land gerade einmal das Niveau von 2009 erreicht. [...]

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