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Theorie | 15.11.2017 (editiert am 29.11.2017)

Kann man Arbeit umverteilen? – 1

Ist eine Arbeitszeitverkürzung ein wirksames Mittel gegen Arbeitslosigkeit? Können wegfallende Arbeitsstunden an bisher Arbeitsuchende umverteilt werden?

Vor einiger Zeit wurden auf Makroskop – damals noch flassbeck-economics – zahlreiche Artikel einer kontroversen Debatte mit Prof. Heinz-Josef Bontrup veröffentlicht. Streitpunkt war die Beschäftigungswirkung einer Arbeitszeitverkürzung (AZV).

Auf der einen Seite argumentierte Bontrup (1, 2, 3 und 4), dass „[d]ie durch den technologischen Fortschritt in Summe freigesetzten und auch an anderer Stelle nicht wieder geschaffenen Arbeitsplätze […] durch AZV kompensiert werden [müssen]. Ansonsten entsteht eine permanente Arbeitslosigkeit, so wie sie realiter vorliegt“ (4, S. 2). Dem gegenüber standen Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker (u.a. hier, hier, hier und hier), die eine arbeitsplatzschaffende Wirkung bestreiten, da eine AZV einen Nachfrageausfall hervorruft, bevor neue Arbeitskräfte eingestellt werden. Durch den geringeren Absatz würden dann Neueinstellungen schlussendlich obsolet.

In seinem Beitrag „Nur mehr Stundenlohn oder auch weniger Arbeitsstunden? Gewerkschaftsforderungen im Widerstreit“ kommt Prof. Fritz Helmedag zu dem Ergebnis, dass „[sich] [d]iese von Bontrup vorgetragene ‚Scherentheorie‘ […] im Gegensatz zur Kritik von Flassbeck und Spiecker als richtig [entpuppt]“ (S. [...]

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