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Ökologie | 21.11.2017

Wenn die Hand weiß, was der Mund will

Wenn wir unsere Umwelt erhalten und den Klimawandel stoppen wollen, müssen wir die Siedlungsstruktur ändern und die Nahrungskette neu organisieren.

Für viele ist es vorerst bloß eine mediale Erfahrung: Die Hurrikans toben vorwiegend in den USA, von den verseuchten Böden lesen wir in den Zeitungen, Rohstoffe und Lebensmittel werden für uns nicht knapp, sondern allenfalls ein wenig teurer und die Klimaveränderungen können wir eh nicht vom Wetter unterscheiden.

Für immer mehr Menschen ist aber die Umweltkatastrophe schon Realität, sie verlieren ihre Lebensgrundlage, der Kampf um die verbliebenen Ressourcen führt zu Kriegen und Völkerwanderungen.

Daran sind wir mitschuldig, zumindest im kausalen Sinn. Der durchschnittliche Schweizer etwa verbraucht nach offiziellen Quellen 3,5-mal mehr Ressourcen als er anteilsmäßig (prozentual zur Weltbevölkerung) beanspruchen dürfte. Das ist jedoch eine Durchschnittsrechnung, die nicht berücksichtig, dass der Klimawandel (bzw. die Treibhausgase) das ganz große Problem ist. Gemessen an diesem Kriterium müsste die Schweiz ihren Verbrauch sogar um den Faktor 9,9 einschränken, wenn wir den Klimawandel nicht beschleunigen wollen.

Um unsere Lebensweise umweltverträglich zu machen, reichen punktuelle Maßnahmen wie mehr ÖV statt Benzinmotoren, weniger Verpackungen, oder mehr Gemüse statt Fleisch bei weitem nicht aus. Was wir brauchen, ist ein Plan – und der fängt mit einer Bestandsaufnahme an. [...]

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