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Amerika | 20.11.2017 (editiert am 24.11.2017)

Zwei Welten

In den USA sind die Firmengewinne in den letzten Jahrzehnten geradezu explodiert. Doch der Zuwachs ist nicht gleichmäßig verteilt. Eine Studie der Princeton University und des University College London zeigt eine tiefe Spaltung der US-Wirtschaft.

Im Durchschnitt sind die Profite in der US-Wirtschaft in den letzten 30 Jahren explodiert, während die Löhne stagnieren. Der gesamte Produktivitätsgewinn ist an die Unternehmen gegangen und hat sich dort in Profit verwandelt. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung aus der Sicht der Löhne:



Die blaue Linie bildet die Entwicklung der Produktivität nach (Real Output Per Hour, Index 1947=100), die rote Linie die Entwicklung der realen, also inflationsbereinigten Stundenlöhne (Real Hourly Compensation, Index 1947=100). Seit Ende der 1970er Jahre stagnieren die Löhne mehr oder weniger, ihre Entwicklung wurde von der Entwicklung der Produktivität abgekoppelt.

Eine neue Studie[1] von Jan De Loecker und Jan Eeckhout, veröffentlicht als Working Paper 23687 des National Bureau of Economic Research betrachtet die Entwicklung aus der Perspektive der Unternehmen. Die Autoren nutzen die umfangreiche Datenbank „Compustat data“, um die Entwicklung der Gewinnaufschläge auf Firmenebene zu erfassen. Sie errechnen die Aufschläge unmittelbar aus den veröffentlichten Bilanzen der Firmen und erhalten so relativ zuverlässige Daten mit hoher Datendichte, [...]

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