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Digitalisierung | 14.12.2017 (editiert am 25.04.2018)

Bitcoin: Gefährliche Droge mit ideologischem Hintergrund

Bitcoin, so heißt es manchmal, stehe für Skepsis gegenüber unserem Geldsystem. Das stimmt. Aber daraus folgt nicht, dass die Bitcoin-Junkies die richtige Sichtweise auf unser Geldsystem hätten. Im Gegenteil.

Wir haben schon einige Male Kritik an der kritiklosen Verwendung des Wortes „Währung“ für reine Spekulationsobjekte wie Bitcoin und allen ähnlichen Gebilden geübt. Inzwischen müsste eigentlich jeder halbwegs verständige Mensch zugeben, dass ein Medium keine Währung sein kann, das innerhalb von wenigen Monaten seinen „Wert“ gegenüber den wirklichen Währungen vervielfacht.

Würde eine wirtschaftliche Kapazität hinter Bitcoin stehen, die der Rede wert wäre, bedeutete die extreme Aufwertung von Bitcoin gegenüber dem Euro oder dem Dollar, dass diese Kapazität in die größten Schwierigkeiten geriete, denn eine Aufwertung einer Währung in diesem Ausmaß wäre tödlich für jede wirtschaftliche Aktivität auf diesem Planeten.

Auch zeigt die extreme Preiserhöhung für Bitcoin unmittelbar, dass man dieses Medium nicht als Geld verwenden kann, denn wenn der Wert des „Geldes“ extrem schwankt, oder noch schlimmer, spekulationsgetrieben für einige Zeit nur eine Richtung kennt, fällt der Sinn der Nutzung dieses Mediums als Geld in sich zusammen. Es kann gerade nicht als ein billiges Transaktionsinstrument dienen, das vernünftige und überschaubare Preisrelationen zwischen Gütern und Dienstleistungen (also Relationen, [...]

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