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Theorie | 15.12.2017

Kampfbegriff Globalisierung

Globalisierung als fortschreitende internationale Arbeitsteilung gibt es schon seit zweitausend Jahren und ist damit nichts Neues. Doch ihre heutige kapitalistische Form beunruhigt mehr und mehr Menschen. Überlegungen zu einem markanten Kampfbegriff.

„Wir kämpfen für eine gerechte Globalisierung“ sagten BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN in ihrem Wahlprogramm 2017, was gleichbedeutend „für eine menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen“ stehe. Für Templeton Emerging Markets Fund Inc., einer der größten Vermögensverwalter weltweit, sind Entwicklungsländer „emerging markets“. Dorthin gehen anlagesuchende Gelder, beispielsweise von europäischen Pensionsfonds, um mit ansprechender Rendite zurück nach Europa zu fließen. Das Credo des Vermögensverwalters für diese Form der Globalisierung lautet: Wir glauben nicht,

„dass ein Investor verantwortlich ist für die Ethik, für die Verschmutzung oder das, was eine Firma verursacht, in die er investiert. Das ist nicht seine Aufgabe. Seine Aufgabe ist zu investieren und Geld für seine Klienten zu verdienen.“

Was ist Globalisierung?

Was ist Globalisierung? Globalisierung steht erst einmal für fortschreitende internationale Arbeitsteilung, die es schon seit zwei Jahrtausenden gibt. Somit ist Globalisierung nichts Neues, nur ihre heutige kapitalistische Form, forciert durch Produktivitätssteigerungen und wachsenden Rentabilitätsdruck, beunruhigt mehr und mehr Menschen.

Diejenigen, die es beängstigt, sehen in der Globalisierung einen beschleunigten Arbeitsplatzabbau im eigenen Lande. [...]

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