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Digitalisierung | 06.12.2017 (editiert am 25.04.2018)

Kryptowährungen: Das digitale Gold

Kryptowährungen sollen die Antwort auf das Problem der „Geldschwemme“ sein. Doch es handelt sich dabei bloß um ein Symptom. Das eigentliche Problem wird durch die Kryptowährungen nur verschärft.

Die Tulpen-Manie vom 17. Jahrhundert hatte wenigstens noch einen realen Hintergrund – auch wenn es sich bloß um Tulpenzwiebeln handelte. An den Bitcoins hingegen ist nichts dran – ausser dem Glauben an die elegante Lösung eines echten Problems.

Dieses Problem ist die zunehmende Verschuldung, also die Tatsache, dass im Verhältnis zum BIP immer mehr Schulden und Guthaben im Umlauf sind. Das ist deshalb nicht unproblematisch, weil man mit den Guthaben letztlich nichts anderes tun kann, als sie gegen Waren und Dienstleistungen (also gegen BIP) einzutauschen. Wehe, wenn das alle wollen.

Ein viel beachtetes Symptom dieses Problems ist die so genannte „Geldschwemme“, also die stetig zunehmende Menge von Forderungen gegenüber den Zentralbanken. Dieses Symptom ist für viele zugleich auch die Erklärung: Die Geldschwemme komme daher, dass der Staat und seine Zentralbanken die Möglichkeit haben und nutzen, Geld in beliebiger Menge „aus dem Nichts“ zu schaffen und damit seine Ausgaben zu finanzieren.

Wenn das tatsächlich das Problem ist, dann trifft es sich gut, dass kluge Köpfe eine Technologie entwickelt haben, [...]

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