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Afrika | 10.01.2018 (editiert am 12.01.2018)

Afrikas Abschied von der „Mentalität der Abhängigkeit“

Warum ist Ghana 60 Jahre nach seiner Unabhängigkeit noch auf Entwicklungshilfe angewiesen? Denkwürdige Presskonferenz des Präsidenten Akufo-Addo.

Ghanas Präsident Nana Addo Dankwa Akufo-Addo hielt Anfang Dezember eine bemerkenswerte Rede (hier die Übersetzung). Auf einer Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Anschluss an den AU-EU-Gipfel in Abidjan fragte Akufo-Addo, warum afrikanische Staaten wie Ghana selbst 60 Jahre nach ihrer Unabhängigkeit noch auf Entwicklungshilfe angewiesen seien.

Den Grund sieht er darin, dass man sich in Afrika zu sehr aus solche Zuflüsse verlassen haben und die Aufgabe verantwortungsvoller Poltiker darin bestünde, „einen Weg zu beschreiten, auf dem wir unsere Nation selbst entwickeln können“. Das gelte für den ganzen Kontinent. Klar jedenfalls sei, dass  die Jugend so lange aus ihrer Heimat fliehen würde, bis man es schaffe, funktionierende Staaten und Ökonomien aufzubauen.

Verantwortung afrikanischer Staatschefs

Akufo-Addo, der seit Januar 2017 Präsident ist, sieht vor allem afrikanische Politiker in der Verantwortung, diese Herausforderungen zu bewältigen. Und damit ist er nicht allein. Auch große Teile der Bevölkerung Afrikas haben ihre greisen, sich oft selbst bereichernden Staatschefs zunehmend satt. Schon seit Jahren gehen in vielen Staaten immer wieder zehn- bis hunderttausende Menschen auf die Straße. [...]

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