Finanzsystem | 30.01.2018

Die Deutsche Bundesbank über Salden, Ersparnisse und das Investieren

Die volkswirtschaftlichen Analysen der Deutschen Bundesbank gelten vielen als unantastbar. Doch mehr und mehr verstrickt sich die deutsche Zentralbank in Widersprüche, weil sie eine unbestreitbare und dramatische Veränderung bei der Rolle der Unternehmen politisch nicht wahrhaben will.

Die Deutsche Bundesbank gilt in weiten Kreisen als unantastbar, weil man glaubt, das volkswirtschaftliche Wissen schlechthin sei in dieser Institution gespeichert. Dass die Bundesbank insbesondere mit ihren Veröffentlichungen auch Politik macht, ist nur wenigen bewusst. Man hält vielleicht den Präsidenten noch für eine politische Person, aber man vermutet, dass sich der (große) Stab der deutschen Zentralbank weitgehend neutral verhält und nur der Wahrheit verpflichtet ist.

Das sollte im Prinzip bei einer unabhängigen Institution auch so sein und es wäre ausgesprochen gut, wenn es in Deutschland auch innerhalb des Eurosystems eine Institution gäbe, die – gewissermaßen über den Parteien und der Politik stehend – die Rolle des politisch neutralen Schiedsrichters in volkswirtschaftlichen Fragen übernähme. Doch leider spielt die Bundesbank derzeit diese Rolle nicht. Das hat Tradition, denn sie hat sich auch in der Vergangenheit immer wieder dazu hinreißen lassen, eine konservative politische Agenda zu unterstützen, die man üblicherweise mit dem Adjektiv „neoliberal“ belegt.

Die Bundesbank manövriert sich deswegen jedoch gerade in jüngster Zeit in fundamentale Widersprüche. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Abonnieren

Anmelden