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Ökologie | 26.01.2018

Smartphone & Co: Digitale Wundermittel?

Der Plan, alle Verkehrsfunktionen mittels digitaler Technik abzuwickeln, birgt mehr Gefahren als Lösungen. Das hochkomplexe System wäre einem weiten Spektrum von Bedrohungen ausgesetzt.

Das Smartphone wird als Allheilmittel Digitalisierung im Verkehr gepriesen. Es soll aktuelle Informationen des Verkehrsgeschehens mit Hilfe von unzähligen Apps liefern, die Nutzer navigieren und neben der Funktion als Schlüssel zur An- und Abmeldung beim Car-Sharing auch die Grundlagen für die Abrechnung aller Arten von Verkehrsdienstleistungen bieten.

Ein Verkehrssystem, das dieser Technik eine Schlüsselrolle zuweist, schließt jedoch alle aus, die ein entsprechendes Gerät nicht nutzen wollen oder können oder über die meist zusätzlich erforderliche Kreditkarte nicht verfügen bzw. diese so nicht verwenden wollen.

Doch vor allem ist das Smartphone höchstens eine Brücke in der Informations- und Kommunikationstechnologie, die aber die zentralen Verkehrsprobleme von heute und die der Zukunft nicht löst. Das Smartphone hat systemimmanente Schwächen. Bereits bekannte Limitierungen der Mobiltelefonie werden nicht selten bewusst verschwiegen:

  • Kein Mobilfunkbetreiber garantiert eine 100-prozentige Verfügbarkeit, eine umfassende Mobilfunk-Abdeckung ist in Deutschland weder in der Zeit noch in der Fläche gegeben und auch in naher Zukunft nicht absehbar,
  • Tiefgaragen und Tunnel können nur mit hohen zusätzlichen Investitionen mobilfunkfähig gemacht werden und schließen die für viele Anwendungen erforderliche Satellitennavigation aus.
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