Bild: istock.com/Blackregis
EU | 23.01.2018 (editiert am 24.01.2018)

Spitzenökonomen im Widerstreit mit EU-Bürokraten

Vergleicht man die Ursachenforschung für die Probleme der EU von „Spitzenökonomen“ mit denen der Europäischen Kommission, ist man überrascht. Belegen die Analysen der Spitzenökonomen nur ihre dogmatische Verblendung, demonstrieren die der EU-Bürokraten einen erstaunlichen Realitätssinn.

Wie wir am Donnerstag berichteten, haben sogenannte Spitzenökonomen in einem gemeinsamen Papier auf der Basis eines Problems, das es gar nicht gibt, Reformvorschläge für die EWU unterbreitet. Es bedarf wenig Scharfsinn, um zu erkennen, dass die Vorschläge in erster Linie darauf abzielen, die Staatsausgaben absolut zu verringern. Weniger Staat – mehr Markt ist das Motto des Elaborats der „Spitzenökonomen“.

Politik mit der Schuldenphobie

Die Politik der schwarzen Null führt nun zwar dazu, dass die Ausgaben eines Staates in einem Jahr nicht höher sein dürfen als die Steuereinnahmen im gleichen Jahr. Sie verhindert jedoch nicht, dass bei steigenden Steuereinnahmen auch die Staatsausgaben entsprechend steigen können. Spitzenökonom Clemens Fuest geißelt daher ganz in Übereinstimmung mit dem obigen Motto die Verwendung der Haushaltüberschüsse Deutschlands aus dem letzten Jahr für zusätzliche Ausgaben als „finanzpolitischen Leichtsinn“.

Diesem Leichtsinn will man, so kann man dem Reformaufruf unserer Spitzenökonomen entnehmen, u.a. dadurch zu Leibe rücken, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Abonnieren

Anmelden