Stefanie via flickr.com
Kommentar | 18.01.2018 (editiert am 19.01.2018)

Sensation: Spitzenökonomen zähmen den Leviathan!

Eine Gruppe von sogenannten Spitzenökonomen macht Reformvorschläge für die EWU, die fiktive Probleme adressiert und die neoliberale Ökonomenzunft zur demokratischen Rechenschaftspflicht entzogenen Wirtschaftspolitik ermächtigen will.

Das Handelsblatt wartet mit einer Sensation auf: 14 „Spitzenökonomen“ aus zwei vermeintlich unversöhnlichen Lagern haben gemeinsam ein Papier veröffentlicht, in dem einträchtig Reformvorschläge für die Eurozone unterbreitetet werden!

In der deutschen Kurzfassung wird das erklärte Ziel dieser Vorschläge wie folgt formuliert:

„[Die] politische und finanzielle Stabilität der Währungsunion maßgeblich stärken und den wirtschaftlichen Wohlstand im Euroraum steigern.“

Nun wird sich jeder vernünftige Mensch mit diesen Zielen identifizieren. Wirklich sensationell ist es also nicht, dass sich 14 Ökonomen auf diese Ziele einigen konnten. Aber ist es nicht doch eine Sensation, dass sich Ökonomen wie Marcel Fratzscher und Clemens Fuest gemeinsam auf Reformvorschläge für die EWU einigen konnten?

Für Donata Riedel vom Handelsblatt ist das zweifellos eine Sensation: Und zwar eine, die das Potential hat, den „Dauerstreit der Nord- und Südländer zu befrieden“. Denn die Ökonomen, die als Lösung der weiterhin schwelenden Eurokrise mehr Marktdisziplin fordern, vertreten die Interessen der Nordländer und die, die nach einem vermehrten Lastenausgleich rufen, [...]

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