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Theorie | 30.01.2018 (editiert am 06.02.2018)

Theorie für den alltäglichen Klassenkampf – 1

Was bringt mir Marx als Gewerkschaftsökonom oder Parteimitglied in Die LINKE? Sehr viel. Wir brauchen eine realistische Vorstellung der Bedingungen, unter denen wir leben und kämpfen – also wie die kapitalistische Welt strukturiert ist und funktioniert.

Marx und die auf seinen Werken aufbauende Theorie bieten unverzichtbares Orientierungswissen. Entscheidend ist dabei, wie man Marx nutzt und versteht. Marx bietet für vielerlei Auffassungen Begründungen, zumindest irgendwo ein vermeintlich passendes Zitat. Für mich ist Marxismus in erster Linie relevant als eine kritische Gesellschaftstheorie des Kapitalismus, die den in sich widersprüchlichen und historischen Charakter dieser Formation betont.

Materialistische Analyse ist grundlegend

Eine materialistische Herangehensweise – im Sinne des Vorworts zur Kritik der Politischen Ökonomie (MEW 13, 8f) – auf Basis einer realistischen Kapitalismus- und Klassenanalyse ist zentral. Die von den unterschiedlichen Organisationen jeweils vertretenen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Positionen, theoretischen Auffassungen und Ideologien reflektieren in hohem Maße ökonomische Interessenlagen von Klassen oder Klassenfraktionen.

In den Wirtschaftswissenschaften gilt in besonders hohem Maße – in Deutschland noch krasser als in manchen anderen Ländern – die Aussage aus der Deutschen Ideologie, dass „die Gedanken der herrschenden Klasse […] in jeder Epoche die herrschenden Gedanken“ sind (MEW 3, [...]

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