Veranstaltung | 09.01.2018 (editiert am 20.01.2018)

Warten auf Godot in Linz – Mit Texten von Heiner Flassbeck am 23. /24. 1.

Am 11. Januar hatte in Linz eine Aufführung nach Samuel Becketts „Warten auf Godot“ Premiere, bei der Texte von Heiner Flassbeck, Didier Eribon und Harald Lesch verwendet werden.

Beckett lässt seine Figuren in einem ort- und zeitlosen Raum auftreten. Sie hadern mit ihrem Schicksal, stellen ihr Sein in Frage, werden aber nicht aktiv, sie warten.

Warum aber wartet unsere Gesellschaft und vor allem, auf was?

Wir haben eine arbeitsteilige Gesellschaft. Wir sind aufeinander angewiesen, wir funktionieren nur als „Wir“. Doch dieses „Wir“ ist nur eine Behauptung. Was wäre echte Solidarität? Hieße das nicht, gemeinsam Veränderungen herbeizuführen, sich also zu bewegen? Die Notwendigkeit des Handelns scheint auf der Hand zu liegen und Lösungsansätze gibt es auch. Was lähmt die Gemeinschaft? Warum trifft wirtschaftspolitisches und sozialpolitisches Umdenken auf taube Ohren? Wann folgt aus der Einsicht, dass wir etwas tun müssten, eine Handlung?

Das Anliegen des Stückes ist es, Gegenthesen zum Mainstream auf der Bühne hör- und sichtbar zu machen. Denn nur in der Auseinandersetzung kann sich ein „Wir“ positionieren oder überhaupt gedacht werden. Raus aus dem Sich-nicht-zuständig-fühlen, rein in die Mündig- und Verantwortlichkeit, hin zu Empowerment.

Es spielen: Ann Kathrin Doerig, Jenny Weichert, [...]

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