Die Ruinen des antiken Karthago, Bild: istock.com/vovik_mar
#SPDerneuern | 11.01.2018 (editiert am 12.01.2018)

Wider eine Große Koalition!

Auch eine dritte Große Koalition wird die anstehenden Aufgaben nicht lösen, sondern enden wie das große Carthago nach dem Dritten Punischen Krieg. Sieben Gründe gegen eine Fortsetzung der GroKo und ein „Weiter so!“.

Zum Jahresende 2017 zeichnete sich ab, dass im Frühling nächsten Jahres erneut eine Große Koalition von Christdemokraten/Christsozialen und Sozialdemokraten gebildet wird. Es wäre – einmal abgesehen von einem schwarz-gelben Intermezzo zwischen 2009 und 2013 – die dritte Koalition dieser Art in Folge und die vierte in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland überhaupt.

Was von solchen Bündnissen zu halten ist, brachte der große Kabarettist Dieter Hildebrandt mit dem Aphorismus zum Ausdruck, dass „Große Koalitionen nicht dazu da [seien], um endlich die großen Probleme zu lösen, sondern vier Jahre um sie herumzukommen.“ Bertolt Brecht zog dafür 1951 die Geschichte zu Rate:

„Das große Carthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.“

Nun soll also soll der dritte Anlauf seit 2005 genommen werden. Er wird – wie seine beiden Vorgänger – scheitern. Genauer: Auch diese Große Koalition wird die anstehenden Aufgaben nicht lösen, sondern allenfalls Minimallösungen oder Formelkompromisse zuwege bringen. [...]

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