Bild: Ernst-Wolfgang Böckenförde, Bundesarchiv_B_145_Bild-F080599-0023
Kommentar | 26.01.2018

Zur Gretchenfrage eines „linken Kommunitarismus“

Nun sag, wie hast du’s mit der Homogenität? Eine Replik auf Sebastian Müller.

In seinem Beitrag „Denken unter Vorbehalt“ berichtet Sebastian Müller über den Leserbrief eines nicht genannten Autors, den er als „symptomatisch für eine Entwicklung gesellschaftlicher Diskursrichtlinien, die ein Angriff auf das freie Denken sind[,]“ ansieht. Durch die „Warnung“ des Leserbriefschreibers davor, dass er die These, wonach „soziale(!) Homogenität der Gesellschaft eine Grundlage für eine funktionierende Demokratie“ sei, zwar teilen könne, „in diesem Ansatz und in diesem Denken“ aber zugleich Gefahren sähe, wähnt Müller sich förmlich in einem „Würgegriff“.

Nun war für mich anhand der von Müller zitierten Auszüge unschwer zu erkennen, dass er sich offenbar auf die E-Mail bezog, die ich ihm am Tag des Erscheinens seines Beitrags „Schönes Neues Deutschland“ geschickt hatte. Eine Antwort hatte ich bis dahin nicht erhalten und rechnete auch nicht mehr damit. Noch weniger hatte ich freilich damit gerechnet, meine Kritik im Mittelpunkt eines eigenen Beitrags zu finden, noch dazu eines Beitrags, der nicht den Begriff der „Homogenität“ zum Mittelpunkt hat, wie dies in meiner Anmerkung der Fall gewesen war, sondern sich zur Verteidigung der freien Rede gegen eine vermeintliche „political correctness“ aufschwingt. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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