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Wahlen in Italien | 01.02.2018 (editiert am 01.03.2018)

Wahl und Qual der Linken in Italien

Und was machst du? Enthältst du dich oder wählst du? Und wenn du wählst, wen wählst du? Das fragen sich „Linke“ in Italien in diesen Tagen. Ich meine, sie sollten in jedem Fall die linke Seite von Philipps wählen. Doch wer genau steht dort?

Die linke Seite von Phillips

Früher, zu einer Zeit in der der Keynesianismus noch Mainstream war, wurde Studenten der Wirtschaftswissenschaften erzählt, dass die Wirtschaftspolitik makroökonomische Entscheidungen mit Blick auf die „Phillipskurve“ treffen müsse: Diese Kurve (Abb.1) stellte den empirischen Zusammenhang zwischen der Arbeitslosigkeitsrate und dem Inflationsniveau dar. Der Grundgedanke dahinter: bei einer niedrigen Arbeitslosigkeitsrate – d.h. im linken Bereich der Kurve – führe die dadurch gestärkte Verhandlungsmacht der Gewerkschaften zu realen Erhöhungen der Löhne, aber auch der Preise, also zu Inflation; umgekehrt – im rechten Bereich der Kurve – waren hohe Arbeitslosenzahlen der Preis für eine niedrige Inflationsrate.

In jener schönen Vergangenheit präferierten also die Arbeitnehmer, durch die Linke vertreten, Vollbeschäftigung und hohe Löhne; das Bürgertum und Kleinbürgertum dagegen zogen, um die eigenen Ersparnisse besorgt, eine moderate Inflation und den sozialen Frieden vor, sodass sie Mitte-rechts wählten.

Abbildung 1

In den kleinen und glücklichen sozialdemokratischen Ländern Skandinaviens und in Deutschland konnte man das Beste aus beiden Welten bekommen: Vollbeschäftigung und niedrige Inflation. [...]

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