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Theorie | 13.02.2018 (editiert am 18.02.2018)

Fernab der Realität – Die neoklassische Außenhandelstheorie

Wer sich mit Fragen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen oder der Globalisierung befasst, kommt an der neoklassischen realen Außenhandelstheorie nicht vorbei.

Dass die neoklassische Außenhandelstheorie von der Vorstellung einer „Neutralität des Geldes“ ausgehe, sei besonders „verrückt“, so eine Leserin zu meiner Kritik an der Darstellung des Geldsystems in der Neoklassik.

Auch wenn es schwer zu glauben ist: In der Tat ist in der realen Außenhandelstheorie der Neoklassik die monetäre Sphäre ohne Belang. In typischer neoklassischer Tradition wird hier vielmehr die Realsphäre auf der Grundlage von Tauschhandel analysiert, so dass die Weltwirtschaft wie eine weltweite Tauschwirtschaft erscheint.[1]

Natürlich muss erklärt werden, worin denn der Unterschied zwischen der Tauschwirtschaft innerhalb eines Landes und derjenigen zwischen verschiedenen Ländern besteht. Einen entscheidenden Unterschied – und damit auch einen wichtigen Grund für den internationalen Handel – sieht die Neoklassik darin, dass die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital innerhalb der Grenzen eines Landes völlig mobil, international dagegen gänzlich immobil seien. Nicht zufällig bildet diese Vorstellung einer national und international differierenden Faktormobilität dann auch eine der zentralen Annahmen der neoklassischen Außenhandelstheorie, des Faktorproportionentheorems (wie noch gezeigt wird).

Nun könnte man versucht sein, ein solches theoretisches Modell, das den internationalen Handel mit dem Instrumentarium einer Tauschtheorie untersucht und in dem monetäre Prozesse im Prinzip ohne Bedeutung sind (Geld also neutral ist), sofort ad acta zu legen. Das wäre jedoch verfehlt: Denn trotz immer wieder geäußerter Kritik hat die neoklassische reale Außenhandelstheorie bis heute ihre dominante Position in der Erklärung der Ursachen und Effekte des internationalen Handels behaupten können.

Neuere Theorien des Außenhandels werden zumeist eher als Ergänzung denn als Ersatz des traditionellen neoklassischen Modells vorgestellt.[2] Selbst Paul Krugman, einer der Begründer und Hauptvertreter der „neuen Außenhandelstheorie“, und seine Koautoren Maurice Obstfeld und Marc Melitz beschreiben in ihrem Lehrbuch die neoklassische Außenhandelstheorie ausführlich und bezeichnen sie als „unverzichtbar, um die Folgewirkungen des Außenhandels zu verstehen […]“.[3] Aus diesem Grund ist es sinnvoll und notwendig, sich mit dieser Theorie kritisch auseinanderzusetzen. Dies soll im Folgenden geschehen.

Die Theorie: Das Faktorproportionen-Modell

In der (ursprünglichen) neoklassischen Außenhandelstheorie, dem sogenannten Faktorproportionentheorem von Heckscher/Ohlin, wird der internationale Handel allein durch die jeweiligen relativen Faktorausstattungen der Länder (Kapital, Arbeit) erklärt. Ein Land exportiert demnach die Güter, für deren Produktion der relativ reichlich vorhandene und mithin billige Produktionsfaktor intensiv genutzt wird.

Das bedeutet konkret, dass weniger entwickelte, „arbeitsreiche“ Länder (mit vergleichsweise niedrigen Löhnen) komparative Kostenvorteile bei der Herstellung von arbeitsintensiven Gütern besitzen und sich folglich auf die Produktion und die Ausfuhr arbeitsintensiver Erzeugnisse spezialisieren, während höher entwickelte, „kapitalreiche“ Länder Kostenvorteile in der Herstellung kapitalintensiver Güter aufweisen und sich damit auf die Produktion und den Export kapitalintensiver Produkte konzentrieren.

Wichtig ist, dass nach dem Faktorproportionentheorem Außenhandel ganz überwiegend zwischen Ländern mit unterschiedlichen Entwicklungsniveaus und damit unterschiedlichen Faktorausstattungen entsteht. Der Handel zwischen Ländern, die hinsichtlich ihres Entwicklungsniveaus und ihrer relativen Faktorausstattung sehr ähnlich sind, lässt sich damit nicht erklären. Gleichen sich die Entwicklungsniveaus und die relativen Faktorausstattungen der Handelspartner im Zeitablauf an, nehmen die Unterschiede in den Spezialisierungsvorteilen der einzelnen Länder ab und der internationale Handel geht zurück.

Umgekehrt gilt nach Bertil Ohlin, einem der Begründer des Faktorproportionentheorems, dass bei einer zunehmenden Ungleichheit in den Faktorausstattungen der Länder eine „Verstärkung der Tendenz, Handel zu betreiben“[4] zu verzeichnen ist. Wachsende Unterschiede in den relativen Faktorausstattungen und den Entwicklungsniveaus der Nationen gehen also mit einer steigenden Intensität des internationalen Handels einher.

Gleichzeitig ist der Handel interindustrieller Natur (jedes Land exportiert Güter aus der Branche X und importiert dafür im Gegenzug Produkte aus dem Sektor Y) – intraindustrieller Handel (Austausch von Gütern des gleichen Sektors, bei dem also Produkte innerhalb einer Branche in beiden Richtungen gehandelt werden) kann mit dem Faktorproportionentheorem nicht begründet werden.[5]

Die zugrundeliegenden Annahmen

Das Faktorproportionentheorem mag auf den ersten Blick plausibel erscheinen. Jedoch ist bereits sein Ausgangspunkt, dass ganze Länder die Einheiten sind, welche Handel betreiben, äußerst problematisch. Denn in der Realität wird der Außenhandel zwischen Ländern natürlich durch viele verschiedene Unternehmen innerhalb dieser Länder initiiert und durchgeführt.

Noch zweifelhafter sind allerdings die meisten anderen Annahmen, auf denen die neoklassische Außenhandelstheorie basiert:

  • Identische Technologie in allen Ländern; alle Länder haben den gleichen Zugang zum technischen Know-how (technisches Wissen ist frei verfügbar),
  • die Konsumentenpräferenzen sind in allen Ländern gleich und allein durch die relativen Preise bestimmt (die Nachfragestrukturen sind in den einzelnen Ländern identisch),
  • es ist überall eine konstante Ausstattung mit homogenen Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital gegeben,
  • auf allen Güter- und Faktormärkten liegt vollständige Konkurrenz inkl. vollkommener Information aller Marktteilnehmer vor,
  • die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital sind völlig mobil innerhalb eines Landes, aber vollständig immobil zwischen den Ländern,
  • die Beziehungen zwischen Inputs und Outputs sind unabhängig vom Produktionsumfang; alle Branchen verzeichnen konstante Skalenerträge,
  • es herrscht vollständige Ressourcen- resp. Faktorverwendung (also auch stets Vollbeschäftigung),
  • es gibt keine Transportkosten und Handelshemmnisse.

Durch die beiden ersten Annahmen werden wesentliche Determinanten der Struktur des internationalen Handels – nämlich temporäre Verfügbarkeitsmonopole bei Produktinnovationen, prozesstechnologische Vorsprünge und „learning economies“ in der Produktion neuartiger Produkte (Lernvorteile) – einfach wegdefiniert; ebenso bleiben die (stark versus schwach ausgeprägten) Unterschiede in den Nachfragestrukturen der Länder, die einen erheblichen Einfluss auf die Intensität des Außenhandels zwischen diesen Ländern ausüben, gänzlich unberücksichtigt (vgl. dazu ausführlicher Grunert 1991)[6].

Höchst problematisch sind darüber hinaus z.B. die Annahme vollständiger Konkurrenz trotz der unbestreitbaren Dominanz weniger Großunternehmen in vielen Märkten zumindest des industriellen Bereiches sowie die Prämisse konstanter Skalenerträge vor dem Hintergrund der immensen Bedeutung steigender Skalenerträge in der industriellen Produktion. Aber auch die Prämisse einer internationalen Immobilität der Produktionsfaktoren oder diejenige einer stets vollen Ausschöpfung der Ressourcen sind mit der realen Welt kaum in Einklang zu bringen.

Nimmt man die Annahmen ernst, dann ergeben sich kuriose Ergebnisse, wie Richard Werner (2005, S. 20ff) am Beispiel der „vollkommenen Information“ zeigt, die nicht nur im Faktorproportionentheorem unterstellt wird (s.o.), sondern generell zu den Grundannahmen der neoklassischen Theorie zählt.[7]

Wenn es in der realen Welt tatsächlich „vollkommene Information“ gäbe, dann

  • fänden keine Versammlungen und Besprechungen in Unternehmen, Behörden und anderen Institutionen statt, um zu informieren, kommunizieren etc.,
  • brauchten Firmen keine Informationen auszutauschen, nicht zu anderen Firmen oder Kunden Kontakt aufzunehmen; Messen, Verkaufsausstellungen, Konferenzen usw. wären überflüssig,
  • wären alle Waren und Dienstleistungen gleichermaßen bekannt und für alle Konsumenten leicht verfügbar; es gäbe keinerlei Werbung und z.B. auch kein Bemühen, vertrauenswürdige Qualitätsmarken aufzubauen,
  • bestünde keine Notwendigkeit, über die Möglichkeiten eines „Technologietransfers“ in die Entwicklungsländer auch nur nachzudenken, da diesen Ländern alle Technologien bereits bekannt wären,
  • wären Export-Import-Firmen, die ihr Wissen über fremde Länder und Märkte nutzen, nicht erforderlich,
  • gäbe es zahlreiche Berufe und berufliche Aktivitäten, ja ganze Branchen und staatliche Institutionen nicht, beispielsweise keine Immobilienmakler, Vermögensberater, Ratingagenturen, Steuerberater, Abwerber von Führungskräften (headhunter), Verbraucherberatungsdienste, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und ebenso keine Geheimdienste (weil keine Geheimnisse politischer, militärischer oder sonstiger Art existierten). Und nur nebenbei bemerkt: Auch Ökonomen, zumindest aber Wirtschaftsprognosen jeder Art wären bei „vollkommener Information“ gänzlich überflüssig, da letztere auch die Voraussicht der Wirtschaftssubjekte über alle relevanten zukünftigen Tatbestände umfasst (siehe Fußnote 3).

Natürlich ist die Liste bei weitem nicht vollständig (zu weiteren Beispielen vgl. Werner 2005, S. 20-26). In der realen Welt sind Informationsasymmetrien keine exotische Ausnahme, die in theoretischen Modellen vernachlässigt werden kann; vielmehr bilden Informations- und Wissensvorsprünge einzelner Wirtschaftsteilnehmer ein zentrales Element einer sich dynamisch entwickelnden Volkswirtschaft.

Wie misst man Kapital?

Eine fundamentalere Kritik des Faktorproportionentheorems und der neoklassischen realen Makroökonomie insgesamt richtet sich gegen eine andere Annahme des Modells. Hierbei geht es um das Problem, wie Kapital gemessen werden kann. Das neoklassische Modell ist auf der Annahme konstruiert, dass Arbeit und Kapital unabhängig voneinander bewertet werden können. Jedoch ist es – wie Harcourt mit Recht feststellt – „unmöglich, sich eine Menge von ‚Kapital im Allgemeinen‘ vorzustellen, deren Wert unabhängig ist von den Zinsraten (oder austauschbar: den Profitraten […]) und den Löhnen“ (Harcourt 1972, S. 20; Übersetzung G.G.).[8]

Die Schwierigkeit liegt darin, dass es zwar möglich ist, auf dem Arbeitsmarkt homogene Arbeit vorauszusetzen (also von unterschiedlichen Arten von Arbeit zu abstrahieren bzw. unterschiedliche Qualitäten von Arbeit auf einfache Arbeit zurückzurechnen) und dann den Faktor Arbeit auf gesamtwirtschaftlicher Ebene in verausgabten Arbeitsstunden zu aggregieren, es bei Kapital aber keine entsprechende „natürliche“ Maßeinheit gibt. Denn Computer, Kräne, Werkbänke, Fräsmaschinen oder Dampfturbinen lassen sich selbstverständlich nicht einfach zusammenzählen, sondern allein über Geldgrößen, d.h. in einem Wertstandard, aggregieren. Alle Größen müssen folglich in Geldeinheiten bewertet und dann addiert werden. Kapital stellt mithin die Wertsumme heterogener Kapitalgüter dar.

Bei der Verwendung von Kapital als Wertgröße ergibt sich aber das Problem, dass der Wert von der funktionalen Einkommensverteilung abhängig ist, d.h. nicht unabhängig von ihr gemessen werden kann: Jede Änderung der Einkommensverteilung verändert die Struktur der relativen Preise und hat damit eine Neubewertung des Kapitalstocks zur Folge. Oder anders ausgedrückt: Da der Wert der Kapitalgüter nicht unabhängig ist von der Verteilung, führt eine Veränderung der Verteilung und damit der relativen Preise auch zu veränderten Preisen für die Kapitalgüter, so dass sich Größen wie die Kapitalintensität (= das Kapital pro Arbeitseinheit) ebenfalls verändern, wenngleich rein technisch alles genau wie vorher ist.

Aus dieser Einsicht entwickelte sich eine Kritik auch an der neoklassischen realen Außenhandelstheorie: Es wurde gezeigt, dass unabhängig von der Kenntnis des Verhältnisses zwischen Zins- und Lohnsatz nicht bestimmbar ist, welche Güter relativ kapitalintensiv und welche Güter andererseits relativ arbeitsintensiv hergestellt werden. Mit einer Änderung der Verteilung und mithin aller relativen Preise können sich relativ arbeitsintensiv produzierte Güter in relativ kapitalintensiv hergestellte Güter verwandeln und umgekehrt. Damit aber lässt sich das Faktorproportionentheorem, nach dem komparative Kostenvorteile mit unterschiedlichen Faktorausstattungen erklärt werden, in seiner üblichen Fassung nicht mehr aufrechterhalten.[9]

Zu betonen ist, dass diese Kritik endogener Natur ist, d.h. sich auf der Basis des neoklassischen Paradigmas selbst ergibt. Sie steht im Zusammenhang mit der sogenannten Cambridge (Engl.)-Cambridge (Mass.)-Kontroverse in den 1960er Jahren, in der Kritiker der neoklassischen Makroökonomie logisch unstrittig nachweisen konnten, dass – anders als bis dahin behauptet und auch im Faktorproportionentheorem impliziert – keine theoretisch eindeutig ableitbare Beziehung zwischen Faktoreinsatz- und Faktorpreisverhältnis existiert. Selbst Neoklassiker wie z.B. Fritz Söllner räumen dies inzwischen unumwunden ein:

„Das zentrale Postulat der neoklassischen Produktionstheorie, daß nämlich eine Änderung der Faktorpreise auf eine eindeutige Weise mit einer Änderung des Faktoreinsatzverhältnisses verbunden ist, war damit widerlegt“.[10]

So lässt sich auch der seinerzeit unterstellte eindeutige Zusammenhang zwischen Reallohnhöhe, Technikwahl und Beschäftigungsniveau nicht – bzw. allein unter der völlig absurden Annahme der Existenz nur eines Kapitalgutes in der Volkswirtschaft – aufrechterhalten. Dies gilt auch dann, wenn man alle anderen (mehr als zweifelhaften) Modellannahmen der neoklassischen Makroökonomie ohne Wenn und Aber akzeptiert.

Damit kann auch nicht mehr behauptet werden, dass etwa niedrigere Reallöhne zwingend mit einer arbeitsintensiveren Technik einhergehen. Ebenso ist die Vorstellung einer generell mit fallender Zinsrate steigenden Kapitalintensität der Produktion nicht länger haltbar. Die Probleme der Neoklassik resultieren daraus, dass – wie oben bereits angesprochen – jede Verteilungsänderung zu einer Veränderung der relativen Preise führt und es mit der neuen Preisstruktur zu einer Veränderung des Werts des Kapitalstocks und zu Technikwechseln kommt, die mit den Aussagen der neoklassischen realen Makroökonomie völlig unvereinbar sind (z.B. ist es möglich, dass bei einem steigenden Reallohnsatz eine Technik mit einem höheren Arbeitseinsatz gewählt wird).

Wir können an dieser Stelle nicht näher auf die Cambridge-Cambridge-Debatte und ihre Folgen eingehen.[11] Festzuhalten ist aber, dass mit ihr das neoklassische Modell der realen Makroökonomie hinfällig war, was viele Lehrbuchautoren dazu veranlasste, das „unangenehme“ Ergebnis der Kontroverse einfach zu verschweigen.

Modelle und Annahmen

Nun werden neoklassische Autoren gegen die bisherigen Ausführungen vermutlich einwenden, dass die Volkswirtschaftslehre ohne Modellbildungen nicht auskommen kann und dass alle Modelle mit restriktiven Annahmen arbeiten müssen. Wahrscheinlich bestreiten die meisten Neoklassiker nicht einmal, dass die Annahmen des Faktorproportionentheorems nicht der Realität entsprechen, sondern sehen die Theorie mitsamt ihren Annahmen nur als idealisierte Annäherung an die Wirklichkeit. Sehr prononciert vertritt dies – mit Bezug auf die Neoklassik allgemein – Dietram Schneider:

„Eine herausragende Bedeutung erlangt die Neoklassik […], wenn man an sie nicht die Forderung stellt, betriebs- oder volkswirtschaftliche Phänomene realitätsgetreu zu beschreiben – hierfür muss sie aufgrund ihrer realitätsfremden und idealtheoretischen Annahmen zwangsläufig versagen. Ihr enormes heuristisches Potenzial entfaltet sich, wenn man sie aus einer evolutionären Sicht als modelltheoretisch idealisierten Endpunkt auffasst“.[12]

Wer diese Position einnimmt, müsste sich jedoch strikt dagegen wehren, dass eine Theorie, die aufgrund ihrer unrealistischen Annahmen in der Beschreibung realwirtschaftlicher Phänomene komplett versagt – weil sie sich mit einer idealisierten Phantasiewelt befasst –, unmittelbar zur wirtschaftspolitischen Beratung und zur Formulierung entsprechender Empfehlungen (etwa mit Bezug auf den Nutzen des Freihandels) herangezogen wird. Genau dies geschieht aber in der Praxis regelmäßig.

Richtig ist natürlich, dass sich volkswirtschaftliche Modelle auf die wichtigen Aspekte eines Sachverhalts konzentrieren und von weniger relevanten oder zufälligen Faktoren abstrahieren müssen. Jedoch ist ebenso erforderlich, dass die Modellannahmen plausibel und angemessen sind, so dass die auf ihnen basierende Theorie nicht vollständig den Bezug zur Realität verliert. Vor allem dürfen die gesetzten Annahmen nicht entscheidende Größen einfach wegdefinieren oder so beschaffen sein, dass die abgeleiteten Ergebnisse sofort in sich zusammenbrechen, sobald man diese Annahmen auch nur etwas lockert.[13]

Das Faktorproportionentheorem erfüllt diese Anforderungen in keiner Weise: Die Wahl der Annahmen erscheint willkürlich und ist vollständig von der Realität entkoppelt (gleiche Technologie und gleiche Nachfragestrukturen in allen Ländern etc.). Werner bemerkt zu der – ebenfalls im Faktorproportionentheorem enthaltenen – Annahme „vollkommener Information“ vielleicht etwas polemisch, aber in der Sache durchaus korrekt:

„Das ist das gleiche, als wenn man annimmt, dass der Mond aus Käse besteht, und dann auf dieser Prämisse Theorien aufbaut“.[14]

Die Empirie

Auch empirisch steht es mit der neoklassischen Außenhandelstheorie nicht zum Besten. Bereits in den 1950er Jahren veröffentlichte Wassily Leontief Untersuchungen zur Struktur des US-amerikanischen Außenhandels, mit dem Ergebnis, dass die USA als eindeutig kapitalreiches Land relativ arbeitsintensive Güter exportierten und relativ kapitalintensive Güter importierten.[15] Dies stand natürlich in krassem Gegensatz zum Faktorproportionen-Modell, nach dem ein Land, in dem der Faktor Kapital relativ reichlich vorhanden ist, kapitalintensive Güter exportieren und umgekehrt arbeitsintensive Güter importieren müsste.

Nachdem eine Reihe von Versuchen, die Untersuchungsmethode und die Datenbasis anzuzweifeln, gescheitert waren und vergleichbare empirische Analysen für andere Länder wie Japan oder Westdeutschland[16] ebenfalls zu mit dem Faktorproportionentheorem unvereinbaren Resultaten geführt hatten, reagierte die herrschende Lehre nach dem üblichen Muster: Immer wenn die Empirie sich nicht mit der Theorie in Einklang bringen lässt, werden die „unpassenden“ empirischen Ergebnisse flugs zu „Puzzles“ oder „Paradoxa“ erklärt. So fanden auch die Untersuchungsresultate von Leontief als „Leontief-Paradoxon“ Eingang in die Literatur.

Die anschließende Diskussion um das Leontief-Paradoxon führte zum Ergebnis, dass der Faktor Arbeit nach seiner Qualität unterschieden werden müsse. Die Qualifikation der Arbeitskräfte sei als produzierter Produktionsfaktor eigenständiger Art (zusätzlich zum Sachkapital) zu betrachten. Bedenke man nun, dass die USA relativ reichlich mit hochqualifizierten Arbeitskräften bzw. Humankapital ausgestattet seien, könne es nicht überraschen, dass sie über einen komparativen Vorteil in den Bereichen verfügten, die eben diesen Faktor relativ intensiv nutzten.

Nach Kenen (1965) löst sich das Leontief-Paradoxon auf, wenn man Sachkapital- und Humankapitalintensität der handelbaren Güter in einem erweiterten Kapitalbegriff, nämlich der Gesamtkapitalintensität, zusammenfasst. Ob das Vorgehen, die durch Bildung und Ausbildung erhöhte Leistungsfähigkeit des Produktionsfaktors Arbeit als Kapital umzudefinieren und dieses Humankapital dann dem Sachkapital zuzuordnen (um eine Gesamtkapitalintensität für die internationalen Sektoren errechnen zu können) sinnvoll und vertretbar ist, kann an dieser Stelle nicht näher untersucht werden. Erhebliche Zweifel sind jedoch angebracht. Selbst innerhalb der Neoklassik war dieses Verfahren strittig.[17]

Weitestgehende Einigkeit herrscht in der Neoklassik aber darüber, dass der Faktor Humankapital für sich genommen einen wesentlichen Bestimmungsgrund der nationalen Spezialisierungsmuster im Außenhandel darstellt. Die komparativen Vorteile hochentwickelter Industrieländer liegen danach bei humankapitalintensiven Produkten.

Hervorzuheben ist, dass auch die Erweiterung der Heckscher-Ohlin-Theorie in ein Drei-Faktoren-Modell (Arbeit, Sachkapital, Humankapital), das als Neo-Faktorproportionentheorem bezeichnet wird, nichts Wesentliches an den Grundannahmen der Theorie geändert hat. So geht auch das Neo-Faktorproportionen-Modell z.B. davon aus, dass in allen Ländern die gleichen Güter nach gleichen Produktionsverfahren produziert werden. Und auch nach dem Neo-Faktorproportionentheorem müsste der internationale Handel weit überwiegend interindustrieller Natur sein und zwischen Ländern unterschiedlicher Entwicklungsstufen stattfinden, während es zwischen Ländern mit sehr ähnlichen Entwicklungsniveaus und damit sehr ähnlichen relativen Faktorausstattungen keinen oder jedenfalls keinen nennenswerten Außenhandel geben dürfte.

Mit der Empirie ist dies nicht in Einklang zu bringen: In Wahrheit wird der größte Teil des Welthandels zwischen Industrieländern abgewickelt, deren Entwicklungsniveaus sich im Zeitverlauf beträchtlich angenähert haben. Hanno Beck stellt in einer Analyse der weltweiten Handelsströme für das Jahr 2013 fest:

„Handel findet weltweit eher zwischen entwickelten Industrienationen statt als zwischen reichen Industrienationen und armen Entwicklungsländern – Nord-Nord statt Nord-Süd. Wenn aber die Nationen, die in den Nord-Nord-Handel verwickelt sind, sich eher ähnlich sind, was Produktivität und Faktorausstattung angeht, so muss man vermuten, dass sie eigentlich nicht nach den Mustern der traditionellen Handelstheorien Handel betreiben“.[18]

Gleichzeitig hat der interindustrielle gegenüber dem intraindustriellen Handel an Gewicht verloren: Der Anteil des intraindustriellen Handels am Welthandel hat sich seit Beginn der 1960er Jahre kontinuierlich erhöht.[19]

Die Rettungsversuche der herrschenden Lehre

Halten wir fest: Das Faktorproportionentheorem (dieses schließt im Folgenden das Neo-Faktorproportionentheorem mit ein) hat keine Erklärung für intraindustriellen Handel. Genau dieser intraindustrielle Handel aber hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Die Reaktion auf diese Entwicklung verlief ähnlich wie diejenige auf das Leontief-Paradoxon: Zuerst wurde die Untersuchungsmethode angezweifelt. Der gesamte intraindustrielle Handel sei – so die Kritik – nur ein statistisches Artefakt, das bei einer hinreichend verfeinerten Disaggregation der verwendeten Außenhandelsstatistiken komplett verschwinden würde.

Dabei wird jedoch fälschlicherweise suggeriert, dass es bei der Theorie des intraindustriellen Handels um den wechselseitigen Austausch vollkommen identischer Produkte geht. Dies ist nicht korrekt. Tatsächlich geht es um den simultanen Export und Import von (gleichartigen) Gütern des gleichen Sektors – wie z.B. Autos – zwischen Ländern mit sehr ähnlichem Entwicklungsstand. Auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft, die Hochburg der Neoklassik in Deutschland, lehnte das Argument der unzureichenden Disaggregationstiefe ab und wandte sich entschieden gegen die simple Interpretation der ausgewiesenen Erhöhung des Intra-Handels als bloßes statistisches Artefakt.[20]

Die nächste Verteidigungsstrategie bestand darin, das Faktorproportionentheorem einfach zu ergänzen. Hier kommt vor allem die „neue Außenhandelstheorie“ ins Spiel, die in den 1980er Jahren entstand und nach der interne Skalenerträge und Produktdifferenzierung zu intraindustriellem Handel zwischen ähnlich entwickelten Ländern führen, die keine Unterschiede hinsichtlich ihrer komparativen Kostenvorteile aufweisen.[21]

Dies ist ein mehr als fragwürdiges Verfahren: Denn das Faktorproportionen-Modell ist als eine allgemein gültige Theorie des Außenhandels konzipiert, nach der eine Angleichung der Entwicklungsniveaus der am Handel beteiligten Länder zu einem abnehmenden Handel dieser Länder untereinander führen muss – intraindustrieller Handel ist in diesem Theorem schlicht nicht vorgesehen.

Was aber macht die herrschende Lehre daraus? Sie räumt ein, dass das Faktorproportionentheorem für den Außenhandel zwischen hochentwickelten Industrieländern keinen Erklärungsgehalt besitzt. Also werde hier ein neuer Ansatz gebraucht. Damit aber sei das Faktorproportionen-Modell keineswegs widerlegt. Für den Handel zwischen Ländern mit unterschiedlichen Entwicklungsstufen – also insbesondere den Außenhandel zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern – gelte es weiterhin.[22]

Das ist für eine Disziplin, die für sich Wissenschaftlichkeit reklamiert, ein bemerkenswertes Vorgehen: Eine Theorie mit universellem Erklärungsanspruch, die eine interindustrielle Spezialisierung in den am internationalen Handel beteiligten Ländern behauptet, wird für „eingeschränkt gültig“ erklärt. Und zwar für solange gültig, wie sich tatsächlich ein vergleichsweise starker interindustrieller Handel nachweisen lässt (nämlich im Handel zwischen Industrie- und Entwicklungsländern). Nach dem Motto: Sofern und solange die Theorie durch die Empirie gestützt wird, beweist dies ihre Gültigkeit, wenn nicht, ist erstere nicht etwa falsch, sondern nur in diesem Fall nicht anwendbar.

Fazit

Eine reale Außenhandelstheorie, die die Weltwirtschaft als weltumspannende Tauschwirtschaft begreift und in der die monetäre Sphäre bedeutungslos ist, weil sie lediglich wie ein Schleier über der Realsphäre liegt, sollte an sich bereits dubios erscheinen. Man denke nur an Probleme wie das Auftreten heftiger Wechselkursturbulenzen oder Währungskrisen.

Das wäre alles noch relativ unproblematisch, wenn es sich bei einer solchen Theorie, die auf weiteren zweifelhaften, ja teilweise absurden Annahmen basiert und die sich auch empirisch nicht belegen lässt, um klassische „Elfenbeinturm-Wissenschaft“ handelte. Leider aber spielt die neoklassische Theorie des Außenhandels auch in der ökonomischen Beratung eine nicht unerhebliche Rolle – etwa, wenn auf ihrer Basis die Vorteilhaftigkeit des Freihandels sowie die schädliche Wirkung aller Arten von protektionistischen Maßnahmen hergeleitet und anschließend undifferenziert Freihandelsempfehlungen an die Entwicklungsländer abgegeben werden. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Neoklassik ist deshalb auch auf dem Gebiet der Außenhandelstheorie unverzichtbar.


[1] vgl. Heine, M./Herr, H. (2013): Volkswirtschaftslehre – Paradigmenorientierte Einführung in die Mikro- und Makroökonomie, München, S. 660.
[2] vgl. z.B. Beck, H. (2016): Globalisierung und Außenwirtschaft, München 2016; Heiduk, G.S. (2005): Außenwirtschaft – Theorie, Empirie und Politik der interdependenten Weltwirtschaft, Heidelberg; Vogel, C. (2000): Deutschland im internationalen Technologiewettlauf, Berlin.
[3] Krugman, P.R./Obstfeld, M./Melitz, M.J. (2015): Internationale Wirtschaft – Theorie und Politik der Außenwirtschaft, Hallbergmoos, 10. Auflage, S. 161.
[4] Ohlin, B. (1968): Interregional and International Trade, Cambridge/Mass., S. 81.
[5] Wir verzichten hier auf eine kritische Auseinandersetzung mit dem sogenannten „Faktorpreisausgleichstheorem“, nach dem ein freier internationaler Güterhandel zu einem vollständigen internationalen Ausgleich der Faktorpreise (vor allem von Arbeit und Kapital) zwischen Ländern mit unterschiedlicher Faktorausstattung führt. Dieses Theorem, das insbesondere in den 1950er Jahren extensiv diskutiert wurde und schon damals auch innerhalb des Mainstream sehr umstritten war (vgl. etwa James, S.F./Pearce, I.F. (1951): The Factor Price Equalisation Myth, in: The Review of Economic Studies, Vol. 19, Issue 2, S. 111-120), baut auf dem Faktorproportionen-Modell auf und ihm liegen im Wesentlichen die gleichen Prämissen zugrunde (vollständige Konkurrenz, international identische Produktionstechnologien, konstante Skalenerträge etc.). Erweist sich das Faktorproportionentheorem als nicht haltbar, ist damit auch das Faktorpreisausgleichstheorem hinfällig.
[6] Die Nachfragestruktur eines Landes wird von einer ganzen Reihe von Faktoren beeinflusst, von denen jedoch sein Entwicklungsniveau, gemessen am Pro-Kopf-Einkommen, der bei weitem wichtigste ist. Je weniger die Pro-Kopf-Einkommen zweier Länder differieren, desto ähnlicher werden im Allgemeinen die Nachfragestrukturen dieser beiden Länder sein (bezogen auf die Arten der nachgefragten Konsum- und auch Produktionsgüter) und desto größer sind die potenziellen Möglichkeiten zum wechselseitigen Export. Umgekehrt stellen größere Unterschiede im Pro-Kopf-Einkommen zweier Länder ein potenzielles Hindernis für den Handel miteinander dar. Vgl. dazu ausführlicher Linder, S.B. (1961): An Essay on Trade and Transformation, Uppsala und – daran anknüpfend – Grunert, G. (1991): Technologische Innovationen und internationaler Handel – Eine theoretische und empirische Analyse der außenwirtschaftlichen Beziehungen der kapitalistischen Industrieländer, Saarbrücken/Fort Lauderdale.
[7] In „Gablers Wirtschaftslexikon“ (hier) wird „vollkommene Information“ definiert als „vollständige Über- und Voraussicht eines Wirtschaftssubjekts über alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Tatbestände und Ereignisse, die sein Handeln beeinflussen.“
[8] Die Neoklassik bezeichnet die Profitrate in der Regel als Zinsrate. Gemeint ist dabei eine Zinsrate der Realsphäre (= Verwertungsrate von physischem Kapital in der Realsphäre). Es handelt sich demzufolge nicht z.B. um eine Zinsrate, die von der Zentralbank bestimmt wird.
[9] Dies gilt umso mehr, als sich gemäß der neoklassischen Außenhandelstheorie nach der Aufnahme einer internationalen Arbeitsteilung das Zinssatz-Lohnsatz-Verhältnis in den Ländern verändert. Wenn sich die kapitalreichen Länder auf die Produktion kapitalintensiver Güter spezialisierten, werde das ursprünglich reichlich vorhandene Kapital in diesen Ländern verstärkt benötigt und folglich immer knapper – also steige dort der Zinssatz (relativ zum Lohnsatz). Umgekehrt werde in den Ländern, die sich auf arbeitsintensive Güter spezialisierten, die ursprünglich reichlich vorhandene Arbeitskraft verknappt und damit müsse sich dort der Lohnsatz erhöhen (relativ zum Zinssatz). Durch den Außenhandel komme es folglich zu einer tendenziellen Angleichung der Faktorpreise in den Handel treibenden Ländern (dies vertritt z.B. Ohlin), wenn nicht gar zu einem vollständigen internationalen Faktorpreisausgleich (vgl. auch Fußnote 1). Wenn sich jedoch durch den internationalen Handel das Zinssatz-Lohnsatz-Verhältnis verändert, wird sich auch die Struktur der relativen Preise verändern – mit den genannten Folgen.
[10] Söllner, F. (2001): Die Geschichte des ökonomischen Denkens, Berlin, S. 104.
[11] vgl. dazu Heine/Herr 2013, S. 250-267; Herr, H. (2016): Neoklassisches Paradigma in Standardlehrbüchern – Die fehlende Fundierung der Nachfrage nach Kapital und Arbeit und der Einkommensverteilung, in: van Treeck, T./Urban, J., Wirtschaft neu denken – Blinde Flecken der Lehrbuchökonomie, S. 170-185, Berlin; Pasinetti, L. L. (1977): Lectures on the Theory of Production, London.
[12] Schneider, D. (2016): Die Neoklassik: von der Kritik zur heuristischen Rehabilitierung, (Nach-)Denkseiten: Neoklassik; Hervorhebung im Original.
[13] Das Paradebeispiel für den letztgenannten Punkt ist das oben erwähnte neoklassische Makromodell, das die Existenz nur eines einzigen Kapitalgutes in der Volkswirtschaft unterstellen muss, um zu der (gewünschten) Aussage einer mit sinkenden Reallöhnen steigenden Nachfrage nach Arbeit zu gelangen. Es reicht bereits, statt nur eines Kapitalgutes zwei Kapitalgüter anzunehmen und schon lässt sich dieses Ergebnis des Modells nicht mehr halten. Von diesem Modell aus gibt es offenkundig keine Möglichkeit einer auch nur minimalen Annäherung an die Realität.
[14] Werner, R. A. (2005): New Paradigm in Macroeconomics – Solving the Riddle of Japanese Macroeconomic Performance, Basingstoke, S. 25; Übersetzung G.G.
[15] Leontief, W. (1953): Domestic Production and Foreign Trade: The American Capital Position Re-Examined, Proceedings of the American Philosophical Society, Vol. 97, No. 4, S. 332-349; Ders. (1956): Factor Proportions and the Structure of American Trade: Further Theoretical and Empirical Analysis, in: The Review of Economics and Statistics, Vol. 38, No. 4, S.386-407.
[16] Tatemoto, M./Ichimura, S. (1959): Factor Proportions and Foreign Trade: The Case of Japan, in: The Review of Economics and Statistics,, Vol. 41, S. 442-446; Roskamp, K.W. (1963): Factor Proportions and Foreign Trade: The Case of West Germany, in: Weltwirtschaftliches Archiv, Bd. 91, S. 319-326.
[17] vgl. z.B. Baldwin, R.E. (1971): Determinants of the Commodity Structure of U.S. Trade, in: The American Economic Review, Vol. 61, No. 1, S. 128.
[18] Beck 2016, S. 65.
[19] vgl. etwa die Zunahme des Intra-Handels für Länder wie Großbritannien, Deutschland, die USA oder Japan in Beck 2016, S. 66.
[20] vgl. Donges, J.B./Schmidt, K.-D. et al. (1988): Mehr Strukturwandel für Wachstum und Beschäftigung – Die deutsche Wirtschaft im Anpassungsstau, Tübingen, S. 200
[21] vgl. zu einer genaueren Erklärung Krugman et al. 2015, S. 232-280.
[22] vgl. z.B. Krugman et al. 2015, S. 162; Neumair, S.M./Schlesinger, D.M./Haas,H.-D. (2012): Internationale Wirtschaft – Unternehmen und Weltwirtschaftsraum im Globalisierungsprozess, München, S. 60.

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