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Theorie | 13.02.2018 (editiert am 18.02.2018)

Fernab der Realität – Die neoklassische Außenhandelstheorie

Wer sich mit Fragen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen oder der Globalisierung befasst, kommt an der neoklassischen realen Außenhandelstheorie nicht vorbei.

Dass die neoklassische Außenhandelstheorie von der Vorstellung einer „Neutralität des Geldes“ ausgehe, sei besonders „verrückt“, so eine Leserin zu meiner Kritik an der Darstellung des Geldsystems in der Neoklassik.

Auch wenn es schwer zu glauben ist: In der Tat ist in der realen Außenhandelstheorie der Neoklassik die monetäre Sphäre ohne Belang. In typischer neoklassischer Tradition wird hier vielmehr die Realsphäre auf der Grundlage von Tauschhandel analysiert, so dass die Weltwirtschaft wie eine weltweite Tauschwirtschaft erscheint.[1]

Natürlich muss erklärt werden, worin denn der Unterschied zwischen der Tauschwirtschaft innerhalb eines Landes und derjenigen zwischen verschiedenen Ländern besteht. Einen entscheidenden Unterschied – und damit auch einen wichtigen Grund für den internationalen Handel – sieht die Neoklassik darin, dass die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital innerhalb der Grenzen eines Landes völlig mobil, international dagegen gänzlich immobil seien. Nicht zufällig bildet diese Vorstellung einer national und international differierenden Faktormobilität dann auch eine der zentralen Annahmen der neoklassischen Außenhandelstheorie, des Faktorproportionentheorems (wie noch gezeigt wird).

Nun könnte man versucht sein, ein solches theoretisches Modell, [...]

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