Bild: Frank Vincentz - Own work, CC BY-SA 3.0,
Arbeit | 07.02.2018 (editiert am 16.02.2018)

IG Metall: Weder Zeit noch Geld

4,3 Prozent Lohnerhöhung klingt gut, wenn man mit viel Tamtam sechs Prozent gefordert hat. Doch in Wirklichkeit sind es im besten Fall gut 3 Prozent pro Jahr, wenn man das Sammelsurium des Ergebnisses zusammenrechnet.

Der Abschluss in der Metallindustrie wird, wie es sich gehört, von den Gewerkschaften gefeiert (hier die Pressemeldung der Gewerkschaft). Der Verhandlungsführer aus dem Südwesten, Roman Zitzelsberger, gibt das folgendermaßen zum Besten:

„Die ausgezeichnete wirtschaftliche Lage hat bei den Beschäftigten hohe Erwartungen geweckt. Eine Erhöhung der Einkommen über 4,3 Prozent, 400 Euro Festbetrag und das tarifliche Zusatzgeld bescheren den Belegschaften real mehr Geld im Portemonnaie, beteiligen sie angemessen an den Gewinnen der Unternehmen und stärken den privaten Konsum.“

4,3 Prozent mehr Geld?

Das klingt auf den ersten Blick ganz gut, doch beim zweiten Blick bleibt dem außenstehenden Betrachter leider verborgen, was man da eigentlich feiert. Das liegt auch wieder einmal daran, dass sich die Gewerkschaft anscheinend alle Mühe gibt, nicht klar zu sagen, was der Abschluss im Vergleich zu ihrer Forderung von sechs Prozent für zwölf Monate bedeutet.

Die 4,3 Prozent Lohnerhöhung jedenfalls, von denen hier wie in der Presse ärgerlicherweise fast nur die Rede ist, [...]

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