Theorie | 13.02.2018 (editiert am 13.03.2018)

Kapitalismus und Ketchup – 2

Der Kapitalismus ist eine Institution, deren charakteristischen Elemente Unternehmen, Lohnarbeit und staatlich kontrolliertes Geld sind und deren Ergebnisse von der Nachfragesteuerung durch den Staat abhängen.

Im letzten Teil dieser Artikelserie habe ich vorgeschlagen, Institutionen als mit technischen Artefakten vergleichbare Objekte zu erachten. Der Kapitalismus scheint aus dieser Perspektive eine Institution zu sein, die aus einem Komplex von ineinander verschachtelten Institutionen besteht. Denn reden wir über den Kapitalismus, dann müssen wir nicht nur über die Vertrags- und Eigentumsordnung, die noch am ehesten als „rules of the games“ gelten können, sondern auch über kollektive Akteure wie Unternehmen, Funktionsträger wie Lohnabhängige, über Objekte wie Zahlungsmittel und Maße wie Währungen reden (ausführlich dazu hier).

Wenn der Kapitalismus jedoch eine Institution ist, dann stellt sich die Frage, zu was er gut ist und welche Bauteile so funktional auf einander bezogen sind, dass er diese Funktion übernehmen kann.

Markt und Staat

Marxisten würden auf die Frage nach der Funktion des Kapitalismus antworten, dass er ein Instrument der Abschöpfung von Mehrwert durch Kapitalisten ist. Versteht man unter Mehrwert monetäre Gewinne, dann stimmen mit dieser Charakterisierung selbst Wirtschaftsliberale überein. Allerdings sprechen sie lieber von der Marktwirtschaft und beeilen sich hinzufügen, [...]

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