Bild: tonal decay - IG Metall via flickr / CC BY 2.0
Arbeit | 16.02.2018 (editiert am 24.05.2018)

Noch immer Unterschiede in der Bewertung des IG-Metall Abschlusses

Unsere Beiträge zum Tarifabschluss der IG-Metall (hier und hier) haben uns einige Kritik, aber auch Lob von Lesern eingebracht. Thorsten Schulten vom WSI veröffentlichte mit Verweis auf unsere Rechnung auf Makronom einen Artikel, der im Jahresvergleich auf Steigerungen um die 4 % kommt. Worin unterscheiden sich die Berechnungen? Und wie ist unsere Kritik an den Gewerkschaften in die Kritik an der deutschen Wirtschaftspolitik einzuordnen?

Viel wurde in den letzten Tagen über den Tarifabschluss der IG-Metall geschrieben. Wir sind in diesem Zusammenhang nicht die einzigen, die den Abschluss als zu gering bezeichnen. Karl Brenke, Tarifexperte des DIW hat im Deutschlandfunk das Ergebnis mit 3,4 % in diesem und 3 % im nächsten Jahr recht ähnlich bewertet wie wir. Einigkeit besteht bei allen in zumindest einer Sache: Das Ergebnis ist komplex und für den gewöhnlichen Arbeitnehmer kaum nachzuvollziehen. Daher gibt es ja auch die vielen unterschiedlichen Prozentzahlen, die nun für erhebliche Verwirrung sorgen.

Eine Überschlagsrechnung

Bei einem ganz einfachen Abschluss von, sagen wir, 6% für zwei Jahre, würde jeder sofort erkennen, dass es sich um eine jährliche Steigerung von in etwa 3% handelt. Hätte man 6% für 27 Monate verhandelt, [...]

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