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Eurozone | 13.02.2018 (editiert am 27.02.2018)

Strategien für einen New Deal

Auch wenn eine Änderung der EU-Verträge in weiter Ferne liegt: Eine Debatte über die Notwendigkeit einer koordinierten Lohnpolitik ist unabdingbar. Das würde die Probleme der Eurozone an den Ursachen angehen.

Die Ursache von Handelsbilanzdivergenzen sind vor allem Lohnstückkostendifferenzen. Das heißt, es gäbe keine so großen – und vor allem keine immer weiter wachsenden – Überschüsse und Defizite, wenn die nationalen Löhne den nationalen Produktivitätsniveaus entsprächen. Dies scheint auch den progressiven Befürwortern eines europäischen Investitionsprogramms wie Gustav Horn und Axel Trost bewusst zu sein:

„Es spricht vieles dafür, dass die Lohnentwicklung in der Vergangenheit zu den Leistungsbilanzüberschüssen innerhalb des Euroraums maßgeblich beigetragen haben. Die Krise des Euroraums und deren Überwindungsstrategien durch Nachfragekompression haben das Problem nach außerhalb des Währungsraums verlagert“ (Horn 2018).

„Die ganze Agenda 2010 war nichts weiter als ein riesiger Eingriff der rot-grünen Bundesregierung ins deutsche Lohngefüge – zulasten der ärmeren Bevölkerungsgruppen in Deutschland UND zulasten Europas. Kein einzelnes Gesetzespaket trägt mehr Verantwortung für die Krise der Euro-Zone als diese deutsche Niedriglohn-Offensive.“ Trost 2018

Ursachen und Bedeutung der Lohnstückkostendifferenzen

Im Detail gibt es auch hier Meinungsverschiedenheiten über die Ursachen und die Bedeutung der Lohnstückkostendifferenzen:

  • Welche Rolle spielen preisliche und andere Wettbewerbsfaktoren?
  • [...]

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