Bild: DIE LINKE Nordrhein-Westfalen via flickr/CC BY-SA 2.0
Kommentar | 09.02.2018

Zahlen lügen nicht. Oder doch?

Die IG-Metall hat nach unserem Artikel zum Tarifabschluss einige erboste Emails geschickt. Wir hätten Einmalzahlungen nicht berücksichtigt und prinzipiell falsch gerechnet. Daher hier noch einmal die Basis unseres Rechenbeispiels mit den Zahlen, die uns zugeschickt wurden.

Die Ausgangsbasis

Die Zahlen der IG-Metall sind in den Spalten 3-4 der Tabelle 1 angegeben. Wir haben die 5. Spalte für die ersten drei Monate in 2020 ergänzt. Die Zahlen unterscheiden sich von unserer Berechnung lediglich darin, dass der gewählte Medianlohn zu Beginn dieses Jahres höher liegt als bei unserem Beispiel. Zudem haben wir als Vergleich nicht die Vorjahreswerte genommen, sondern die jetzigen Löhne über den Vergleichszeitraum fortgeschrieben.


Anmerkung: Jeweils im Juni wurde das Weihnachtsgeld in Höhe von 55 % des Monatslohnes und im November das Urlaubsgeld in Höhe von 70 % des Monatslohnes hinzugerechnet. Im Juli 2019 wurde zudem die Einmalzahlung von 27,5 % plus 400 Euro eingerechnet. Da wir Euro-Beträge ohne Nachkommastellen verwenden, gibt es vernachlässigbare Rundungsfehler in der Summenberechnung.

Um dem Vorwurf der Manipulation zu entgehen, zeigen die Spalten 6-8 unsere Berechnung noch mal mit dem Ausgangsmedianlohn der IG-Metall. [...]

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