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Theorie | 06.02.2018

Theorie für den alltäglichen Klassenkampf – 2

Marx hat sich zwar nicht umfangreich und ausführlich, aber doch klar zu den Wirkungen kapitalistischer Produktion auf die Natur geäußert. Was lässt sich daraus für einen sozial-ökologischen Umbau der Wirtschaft lernen?

Die kapitalistische Produktion ist gegenüber den von ihr externalisierten sozialen und ökologischen Nebenwirkungen und Kosten aus sich heraus gleichgültig. Zugleich zeichnet sie sich durch enorm beschleunigtes Wachstum aus. Wenn hohe Profite locken, entwickelt das Kapital eine extreme Rücksichtslosigkeit und oft einen gewalttätigen und zerstörerischen Umgang mit Menschen und Natur. Letztlich werden global natürliche Kreisläufe und Gleichgewichte gestört und irreversible Schäden angerichtet.

Ökologische Krise und Wachstumsfrage

Notwendig ist daher ein umfassender sozial-ökologischer Umbau, der umgehend, also noch unter kapitalistischen Bedingungen durchgesetzt werden muss. Eine wichtige Frage dabei ist die Bedeutung des wirtschaftlichen Wachstums. „Wirtschaftsfreundliche“ Kräfte behandeln das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als einen Wohlstandsindikator, was es nicht ist, und sein Wachstum wie einen Selbstzweck. Unangemessen ist aber auch eine negative Fetischisierung des BIP. Die politische Orientierung auf die Steigerung des BIP ist nicht der Grund für eine ökologisch rücksichtslose Wachstumsentwicklung, sondern diese resultiert aus den inneren Gesetzmäßigkeiten der kapitalistischen Produktionsweise selbst.

Das BIP ist nur ein statistisches Maß und wir sollten klar sehen, was es ausdrückt und was nicht: Wachstum des „realen“ BIP ist das einer inflationsbereinigten Geldgröße, [...]

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