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EU | 23.02.2018 (editiert am 15.03.2018)

Wirtschaftspolitik und die Modern Monetary Theory – 2

Die Finanzierung von Haushaltsdefiziten durch die monetäre Staatsfinanzierung führt zu Hyperinflation und schränkt die Kreditaufnahme privater Investoren ein. Eine Analyse der Funktionsweise moderner Geldsysteme entlarvt solche Aussagen als das, was sie sind: neoliberale Mythen.

Jared Bernstein bezieht sich zustimmend auf einen älteren Artikel Paul Krugmans, in dem dieser sich kritisch mit der Modern Monetary Theorie („MMT, again“) auseinandersetzt. Bernstein übernimmt weitgehend dessen Kritik an der MMT:

  1. „Ein Defizit, das durch die Zentralbank finanziert wird, ist inflationärer als ein durch die Emission einer Anleihe finanziertes Defizit.“
  2. „Ein über die Zentralbank finanziertes Defizit führt zu einer Hyperinflation.“
  3. „Wenn Konsumenten mit Inflation rechnen, tendieren sie dazu, kein „Bargeld“ zu halten. Das führt zu Preiserhöhungen, was die Regierung dazu veranlasst, mehr Geld zu drucken, um an reale Ressourcen zu kommen, was wiederum eine höhere Inflation nach sich zieht.“
  4. Wenn also die Regierung versucht, ohne die Emission von Anleihen Ausgaben zu finanzieren, „wird die Währung zerstört. Dies würde nicht passieren, solange die Regierung in der Lage ist, ein solches Defizit durch die Begebung Anleihen zu finanzieren.
  5. „Die MMT-Leute irren sich einfach, wenn sie glauben, dass die einzige Frage,
  6. [...]

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