Bild: Alexander Schneider via flickr/CC BY_ND 2.0
Arbeit | 23.03.2018 (editiert am 24.05.2018)

Digital first, Bedenken second?

Steven Hawking bezeichnete Künstliche Intelligenz entweder als das Beste oder das Schlimmste, was die Menschheit je erfand. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Nur gilt das auch für die gesamte Digitalisierung.

Spätestens seit dem Wahlkampf 2017 ist die Digitalisierung auch in Deutschland in aller Munde. Der Eine fürchtet ein Horrorszenario mit Massenarbeitslosigkeit und Totalüberwachung, der Andere sieht im technischen Fortschritt das Mittel gegen ziemlich alle Probleme der Gesellschaft.

Der letzte Woche verstorbene Steven Hawking traf den Punkt, als er die Künstliche Intelligenz entweder als das Beste oder das Schlimmste bezeichnete, was die Menschheit je erfand. Es kommt darauf an, was man daraus macht. So ist das auch bei der gesamten Digitalisierung.

Entsprechend befremdlich ist der „digital first, Bedenken second“-Diskurs, den längst nicht nur die FDP führt. Wirtschaftsverbände machen massiv Druck, so schnell wie möglich Milliarden von Euro in die digitale Infrastruktur zu stecken und den digitalen Binnenmarkt voranzutreiben. Wer kritisch nachfragt, gilt als Fortschrittsverweigerer, der billigend in Kauf nehme, dass Deutschland den Anschluss verliert.

Digitalisierung ist mehr als eine Technologiefrage

Wenn aber die Digitalisierung nur halb so einschneidend für die Gesellschaft ist, wie die meisten Experten behaupten, [...]

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