Bild: Bez, CC BY-SA 4.0, Link
Kommentar | 08.03.2018 (editiert am 09.03.2018)

Luis de Guindos – der neue Vizepräsident der EZB

Welche Politik ist vom neuen Vizepräsident der EZB zu erwarten? Antworten könnten die Fähigkeiten und Fertigkeiten geben, die Luis de Guindos politische Karriere befördert haben. Auch seine bisherige Rolle für Spaniens Wirtschaftspolitik liefert Indizien. 

Yanis Varoufakis erzählte einmal, dass er mit seinem Kollegen Luis de Guindos gerne gemeinsam ein Feierabendbier getrunken habe, da sie sich trotz ihrer ideologischen Differenzen sympathisch gewesen seien. Zudem sei De Guindos einer der wenigen in der Eurogruppe, die sich wirklich ein realistisches Bild von der Funktionsweise moderner kapitalistischer Wirtschaftssysteme machten.

De Guindos erwies sich aber dennoch als ein Unterstützer der destruktiven Politik des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble gegenüber Griechenland und dessen Regierung. De Guindos zeichnet sich offensichtlich durch sehr gute Kommunikationsfähigkeiten und einen Mangel an Integrität aus und erwies sich daher für Varoufakis als ein sehr gefährlicher Freund (siehe hierzu den Artikel von Éric Toussaint).

Opus Dei

De Guindos, ein 58 Jahre alter Madrileño, war Schüler der elitären römisch-katholischen Schule Santa María del Pilar und wurde Mitglied des Opus Dei, einer der einflussreichsten und zugleich umstrittensten Organisationen der römisch-katholischen Kirche. Er schloss sein Studium der Wirtschaftswissenschaften am University College of Financial Studies (CUNEF), [...]

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