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MMT: Theorie mit Sprengstoff | 20.03.2018 (editiert am 04.04.2018)

Modern Monetary Theory: Einwände eines wohlwollenden Zweiflers

Die Modern Monetary Theory überzeugt nicht nur als korrekte deskriptive Theorie der Kredit- und Geldschöpfung und der Geldkreisläufe. Sie öffnet auch die Augen für – zumal im Euroraum – unterausgeschöpfte Handlungspotenziale. Allerdings werden diese von der MMT systematisch überzeichnet.

Mir geht es nicht anders als vielen Leserinnen und Lesern von Makroskop: Man kann kaum anders, als sich für die „Modern Monetary Theory“ (MMT) zu interessieren. Es handelt sich um eine der spannendsten, wenn nicht sogar: um die spannendste Theorieentwicklung der Gegenwart. Ob und wann ich ohne Makroskop auf MMT gestoßen wäre, weiß ich nicht. Jedenfalls hat sich Makroskop in Deutschland wie keine andere Publikation um die Diskussion und Verbreitung von MMT verdient gemacht.

Als wohlwollender Skeptiker möchte ich den Makroskopen, die MMT vertreten, nachfolgend kritische Nachfragen stellen. Als Textgrundlage dient mir dabei die von L. Randall Wray geschriebene und 2012 in erster und 2015 in zweiter Auflage erschienene Einführung mit dem Titel „Modern Money Theory: A Primer on Macroeconomics for Sovereign Monetary Systems“ (dieser Band). Im Hintergrund stehen zudem die zahlreichen Beiträge von Makroskopen wie Dirk Ehnts, Heiner Flassbeck, Günther Grunert, Bill Mitchell, Paul Steinhardt und Walter Tobergte, die ich regelmäßig und mit großem Gewinn lese (klar ist, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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