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Genial daneben | 26.04.2018

Deutscher Staat bedient sich schamlos bei deutschen Sparern!

So lautet die These von Weltredakteur Jan Dams – und wir fragen uns nun, ob es zwischen „bürgerlicher Mitte“ und „Rechtspopulismus“ einen erkennbaren Unterschied gibt.

Die AfD ist eine rechtspopulistische Partei. Mindestens! Deshalb ist, was ihre Repräsentanten sagen, auf jeden Fall schon einmal falsch und dient nur dem Zweck, Ressentiments zu schüren – oder? Alice Weidel, die nicht nur Co-Fraktionsvorsitzende der AfD ist, sondern auch als deren Finanzexpertin aufgeboten wird, sagt z.B., dass die „EZB-Politik die deutschen Renten verbrenne“. Diese Aussage ist zweifelsohne (1) falsch und dient (2) dem Zweck, Stimmung gegen das „unsägliche Treiben der EZB und ihres Chefs Mario Draghi“ zu machen, um der AfD-Forderung nach dem Ausstieg  aus dem Euro emotionale Schubkraft zu verleihen.

Ist die Kombination von Argumenten der Sorte (1) und (2) Ausweis für einen Rechtspopulisten, dann stellen sich eine Reihe interessanter Fragen. So etwa, ob Jan Dams, Stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und Finanzen der Welt – und damit irgendwie auch Finanzexperte –, möglicherweise auch ein Rechtspopulist ist. Diese Frage stellt sich, da er Weidels These (1), wie das folgende Zitat belegt, ganz offensichtlich teilt und noch viel mehr unschuldige deutsche Opfer der EZB-Politik sieht:

„Mit niedrigeren Ablaufleistungen bei Lebensversicherungen,

[...]

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