Konjunktur | 10.04.2018

Die deutsche und europäische Konjunktur im Spätwinter des Jahres 2018 – 1

Im zweiten Monat dieses Jahres hat sich der konjunkturelle Rückschlag fortgesetzt. Die Auftragseingänge in der Industrie stagnieren und auch der deutsche Einzelhandel ist weiter schwach. Auch im Rest Europas gibt es Anzeichen für eine Abschwächung.

Der Auftragseingang in der deutschen Industrie stieg auch im Februar nicht, obwohl es in den Monaten vorher eine deutliche Abschwächung gegeben hatte (Abbildung 1). Die Nachfrage aus dem Inland ging im zweiten Monat hintereinander zurück. Die Nachfrage aus dem Inland ist wieder auf die höchsten Werte von 2011 zurückgefallen. Insbesondere bei den Investitionsgütern aus dem Inland (hier nicht gezeigt) ist der kurze Aufschwung schon fast wieder vollständig  durch den jüngsten Rückgang aufgehoben.

Damit scheint es ziemlich sicher, dass die Abschwächung, die schon im Dezember eingesetzt hatte, nicht nur ein statistischer Aussetzer ist, sondern ein wirklicher Rückschlag.

Abbildung 1

Auch der ifo-Index hat recht deutlich reagiert, auch wenn es in erster Linie die Geschäftserwartungen sind und weniger die aktuelle Geschäftslage, die von den Unternehmen skeptisch gesehen werden (Abbildung 2). Es dürfte richtig sein, was wir von Anfang an gemutmaßt haben, dass nämlich die Abwertung des Euro den Ausschlag gab für die Belebung, [...]

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