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Arbeit | 25.04.2018 (editiert am 26.04.2018)

It’s the overhang, stupid!

Geschickt habt ihr das eingefädelt, Neoliberale – die Schwarze Null macht niedrige Lohnabschlüsse, und niedrige Lohnabschlüsse machen die Schwarze Null. Und alle machen mit, da es so vernünftig ist …

Man fragt sich ja, weshalb für die letzten sechs Monate der 30-monatigen Laufzeit des Abschlusses im Öffentlichen Dienst ein Anstieg von 1,06 % vereinbart wurde, nachdem es für die beiden vorangegangen 13 bzw. 11-monatigen Zeiträume 3,19 % bzw. 3,09 % waren.

Haushälter und Politjongleure

Es ist anzunehmen, dass bei den Verhandlungen im Hintergrund wohl die Gesamtrechner des BMF gesessen und laufend durchgerechnet haben, welche Implikationen der jeweilige Verhandlungsstand auf die mittelfristige Finanzplanung hat. Sodann saßen auf beiden Seiten wohl auch die Politjongleure. Und bei den schließlich gefunden Werten – siehe oben – haben beide dann grünes Licht gegeben.

Der Abschluss führt nämlich effektiv, das heißt haushaltswirksam (brutto) zu folgenden durchschnittlichen Lohnsteigerungen:

1) Tarif umgerechnet auf das Kalenderjahr; alle Rechnungen auf der Basis eines angenommenen Ausgangsgehalts von 2500€ (Jan/Feb 2018); die Einmalzahlung von 250€, die nur die unteren Entgeltgruppen (bis knapp 3000€) betrifft, wurde voll einberechnet; die „3,5“ (2018; Haushältersicht) ist daher als Obergrenze anzusehen. Wenn man aus Sicht der Lohnempfänger rechnet,
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Guter Journalismus hat seinen Preis

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