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Genial daneben | 04.05.2018

Darum will die NZZ die „Privilegien“ der Rentner abbauen

Es ist immer das gleiche Spiel: Man erfinde „Privilegien“, und fordere deren Abschaffung. Am besten im Namen der „kommenden Generationen“. Auch die NZZ spielt auf dieser Leier. Ein Faktencheck.

Die NZZ weiß Bescheid. Und weil die Sache ja sonnenklar ist, geht sie davon aus, dass alle, die das Gegenteil behaupten, dies gegen besseres Wissen tun. Dass sie bewusst “angenehme Schwindelargumente“ vorbringen, nur um nicht zugeben zu müssen, dass es ihnen bloß um eitlen Eigennutz gehe.

Man darf ein bisschen ehrlich sein“, lautet deshalb der Titel des Textes, mit dem sich NZZ-Redaktor Hansueli Schöchli wieder mal mit den Leuten auseinandersetzen muss, die zwar wohl begreifen, aber nicht wahrhaben wollen, dass das Pensionierungsalter endlich heraufgesetzt werden muss.

Gleichsam zum Aufwärmen zerpflückt Schöchli schnell mal eines dieser Schwindelargumente: „Es sei verfehlt, das Rentenalter zu erhöhen, wenn schon viele 55-Jährige kaum mehr eine Stelle fänden.“ Schöchli kontert mit Ironie: In dieser Logik wäre das Rentenalter auf null zu senken, denn es gibt auch arbeitslose 45-Jährige, 35-Jährige und 25-Jährige.“ Und überhaupt sei die Erwerbslosenquote der 55- bis 64-Jährigen mit knapp 4 % sogar geringer als jene der Gesamtbevölkerung mit knapp 5 %. Da könne es wohl nicht schwierig sein, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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