Aufgelesen | 02.05.2018 (editiert am 04.05.2018)

Ein Buch zum Staunen

Der Eurokrise wollen drei hochdekorierte Autoren auf den Grund gehen. Wenig neu analysieren sie die makroökonomischen Ungleichgewichte in der Eurozone als Folge von fehlgeleiteten Kapitalflüssen. Zum Staunen aber ist, wie sie das tun.

Die Europäische Währungsunion (EWU) ist ein äußerst fragiles institutionelles Gebilde. Ohne ihren grundlegenden Umbau ist ein Replay des Horrorfilms mit dem Titel „Eurokrise“, die im Nachgang zur Weltfinanzkrise 2008 dem staunenden Publikum über Jahre hinweg vorgeführt wurde, zu befürchten.

Mit dieser Meinung stehe ich nicht allein. Sie wird z.B. von Markus Brunnermeier, Harald James und Jean-Pierre Landau geteilt. Der an der Princeton University lehrende deutsche Ökonom, sein britischer Historikerkollege und der ehemalige Vizepräsident der Französischen Nationalbank, haben es sich zur Aufgabe gemacht, die strukturellen Dysfunktionalitäten der EWU zu erforschen und politisch realisierbare Vorschläge zu ihrer Reform zu unterbreiten.

Die Ergebnisse dieser Überlegungen haben sie in ihrem Buch mit dem Titel „The Euro and the Battle of Ideas“ 2016 vorgestellt und damit die Fachwelt ganz offensichtlich überzeugt: Das Buch schaffte es z.B. auf die Jahresbestenlisten des Econonmist’s Economics, der Financial Times und von Bloomberg. Nach Meinung des ehemaligen Ressortleiters der Süddeutschen Zeitung Nikolaus Piper handelt es sich um einen der „wichtigsten Beiträge zur Zukunft Europas seit vielen Jahren“. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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