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Soziales | 23.05.2018 (editiert am 28.05.2018)

Steigende Pflegeversicherungsbeiträge – eine gute Nachricht?

Die Neufassung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit und höherer Vergütungen für Pflegekräfte, wird zu zusätzlichen Kosten bei der Pflegeversicherung führen. Dass zu deren Refinanzierung von der SPD-Spitze eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze abgelehnt wird, ist reine Klientelpolitik für Besserverdienende .

Der Spitzenverband der Krankenkassen hat für 2019 Beitragsanhebungen in der Pflegeversicherung von voraussichtlich 0,2 Prozentpunkten angekündigt. Und Gesundheitsminister Jens Spahn verspricht 13.000 neue Stellen in der Pflege mit zudem höherer Bezahlung.

Nur, ob die auch wirklich alle besetzt werden können, ist angesichts eines leergefegten Arbeitsmarktes für Pflegekräfte äußerst fraglich. Aber klar ist, dass in die Beschäftigung und Ausbildung qualifizierter Pflegekräfte sehr viel mehr investiert werden muss als bisher. Das alles wird in den kommenden Jahren zu weiteren Ausgabensteigerungen in der Pflegeversicherung führen.

Sinnvolle Reform der Pflegeversicherung

Es ist eine Entwicklung mit Ansage, weil die Leistungen der Pflegeversicherung durch die von der alten GroKo verabschiedeten „Pflegestärkungsgesetze“ von 2015 und 2016 deutlich verbessert wurden. Diese Reform ist ein wirklicher Fortschritt, auch wenn man sich im Detail diese oder jene andere Regelung vorstellen kann. Sie hat die Grade der Pflegebedürftigkeit im Sozialgesetzbuch XI neu definiert und nicht nur den Kreis der anspruchsberechtigten Personen ausgeweitet, sondern auch die Sach- und Geldleistungen der Pflegeversicherung ausgebaut. [...]

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