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Amerika | 17.05.2018 (editiert am 18.05.2018)

US-Konjunktur im ersten Quartal 2018: Aufbruch in die Endzeit?

Es mehren sich für Amerikas Wirtschaft Anzeichen einer Spätphase des Konjunkturaufschwungs. Auch dass Ungleichheit, Unsicherheit und die gesellschaftliche Spaltung weiter gewachsen sind, riecht stark nach Endzeit- statt Aufbruchstimmung.

Amerikas Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres mit gut zwei Prozent (Jahresrate) gewachsen. Im Vergleich zum Wachstum in den Quartalen zuvor hat das Momentum damit deutlich nachgelassen. Viele Beobachter bleiben für die US-Konjunktur aber optimistisch, halten die Verlangsamung für ein nur kurzzeitiges Phänomen.

Es mehren sich für Amerikas Wirtschaft allerdings Anzeichen, die die Spätphase eines Konjunkturaufschwungs ausmachen. Auch weltwirtschaftlich beobachten wir eine Verlangsamung des Wachstumstempos; sowie eine Zunahme der Risiken. Der sich abzeichnende Zusammenbruch der internationalen Kooperation, eine mögliche Eskalation geopolitischer Konflikte sowie akute Widersprüche in der US-Wirtschaftspolitik ergeben ein unangenehmes Gebräu von stark erhöhter Unsicherheit.

Ende April hat das Bureau of Economic Analysis die erste Schätzung für das US Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal veröffentlicht. Nach recht kräftigem Wachstum von rund 3 Prozent in den drei Quartalen zuvor, verlangsamte sich das Wachstum im Winter auf 2,3 Prozent (Jahresrate, also Quartalsrate multipliziert mit vier ergibt diesen Wert ungefähr). Ob sich hierin nur eine kurze Verschnaufpause oder das Ende der Wachstumsbeschleunigung seit Mitte 2016 andeuten, [...]

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