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Afrika | 08.06.2018 (editiert am 22.06.2018)

Afrika vor einer neuen Schuldenkrise?

Christine Lagarde , Direktorin des IWF, warnte afrikanische Staaten noch 2014, nicht „zu viele Schulden“ aufzunehmen. Ende letzten Jahres konstatierte sie schon, einige Staaten Afrikas hätten ernsthafte Schuldenrisiken angehäuft (hier). Die IWF-Chefin ist nicht die einzige Warnerin.

Die UNCTAD schrieb schon 2016, die externe Verschuldung Afrikas sei zwar noch beherrschbar, der rapide Anstieg der Schulden sei jedoch bedenklich und erfordere eine Gegenreaktion, um eine Schuldenkrise wie in den 80er und 90er Jahren zu verhindern (hier S. 2).

Probleme in einigen Staaten

Einige afrikanische Staaten weisen deutliche Anzeichen einer Schuldenkrise auf. Besonders die Verschuldung in fremder Währung stimmt äußerst kritisch. Der Tschad, die Republik Kongo, Südsudan, Eritrea und Mozambik gerieten laut IWF 2017 in finanzielle Notlage („debt distress“), d.h. sie konnten ihre Zinsen oder Schulden nicht mehr bedienen. Schon 2016 konnte Simbabwe seine Schulden nicht bedienen (hier). Sambia ersucht schon seit Ende 2016 wiederholt ein IWF-Rettungspaket (hier und hier). Ghana hingegen hat ein solches IWF-Restrukturierungspaket erhalten. Das Programm geht mit Ausgabenkürzungen und dem Abbau von Energie-Subventionen, einem Einstellungsstopp und „Lohnzurückhaltung“ im öffentlichen Sektor, der Einführung einer Benzinsteuer von 17% und einem Verbot der Defizitfinanzierung durch die Zentralbank einher (hier, [...]

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