Eurozone | 06.06.2018 (editiert am 13.06.2018)

Der Euro – eine Kolonialmacht

Der Anstieg der Renditen italienischer Staatsanleihen und die geplante Etablierung eines Europäischen Währungsfond sind ein Weckruf für alle Demokraten. Wer in kollektiver Selbstbestimmung leben möchte, muss möglichst rasch raus aus dem Käfig namens Euro.

Die italienischen Populisten werden mir immer unheimlicher. Sagt doch der Wirtschaftsberater der Lega, Claudio Borghi, gegenüber der Financial Times das Folgende:

„Since Draghi promised to do ‘whatever it takes’, the biggest players in the Italian bonds market has been the ECB — and they fix the price […]”

Der Populist hat Recht! Ich hatte daher den auffälligen Anstieg der Renditen italienischer Staatsanleihen, wie er in der folgenden Grafik dargestellt ist, als einen Erpressungsversuch der EZB gegenüber Italien interpretiert (hier).

Abbildung 1
Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/marktberichte/aktien-und-rentenmarkt-investoren-schenken-italien-wieder-mehr-vertrauen-bond-renditen-sinken/22634218.html?ticket=ST-182127-EiSWLrwxbdiiNezCZCap-ap1

Mein Argument war, dass die EZB durch den Ankauf italienischer Staatsanleihen diesen Anstieg jederzeit hätte verhindern können. Die folgende Grafik aus der FT, die auf Daten der EZB beruht, zeigt nun aber, dass die EZB den Anstieg nicht nur in Kauf genommen, sondern ganz bewusst herbeigeführt hat. [...]

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